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Der Sternenhimmel im November

Autor: Ulrich Beilfuß

 

Heute werfen wir einen Blick auf den November-Sternenhimmel, liebe Hörerinnen und Hörer. Da gibt es ein paar leicht erkennbare Sternbilder zu sehen. So fällt am Abendhimmel hoch über uns ein aus fünf Fixsternen an den Himmel geschriebenes „W“ auf, das berühmte „Himmels-W“. Es gehört zum Sternbild Cassiopeia.

Wenn wir dann von hier aus den Blick ein wenig senken, erkennen wir eine lange Sternenkette, das Sternbild Andromeda. Ein wenig oberhalb der Kettenmitte befindet sich der berühmte Andromedanebel, eine aus mehreren hundert Milliarden Sonnen bestehende Galaxie. Das große Himmels-W hilft bei der Suche: Seine rechte Hälfte zeigt wie ein Pfeil auf den verschwommenen Lichtfleck, dessen Anblick im Fernglas besonders beeindruckt. Der Andromedanebel ist übrigens rund zweieinhalb Millionen Lichtjahre von uns entfernt.

Jetzt können wir leicht noch ein drittes bekanntes Sternbild finden, den Pegasus. Er schließt sich gleich an die Andromeda an. Rechts von der Sternenkette zeigt sich nämlich ein großes Quadrat. Es ist der Hauptteil des Sternbildes Pegasus, der Leib des geflügelten Pferdes, das einst mit seinem Hufschlag die Dichterquelle zum Fließen gebracht haben soll.

Nur ein einziger Planet fällt am Abendhimmel wirklich auf: Der rötlich-gelbe Mars. Um etwa 19 Uhr erreicht unser äußerer Nachbar seinen Höchststand über dem Südhorizont. Gegen Mitternacht geht der Mars unter. – Die Venus, unsere sonnennähere Nachbarin, zeigt sich im Laufe des Monats November wieder als strahlend heller “Morgenstern”.

Radio Jade wünscht gute Sicht!

Dem Magnetsinn der Zugvögel auf der Spur

Seit mehr als 15 Jahren erforscht der Biologe Henrik Mouritsen an der Universität Oldenburg den Magnetsinn von Zugvögeln. Um das uralte Rätsel zu lösen, hat jetzt der EU-Forschungsrat dem Oldenburger Professor und einem Kollegen an der Uni Oxford Fördermittel in Höhe von 8,6 Millionen Euro zugesprochen. Näheres dazu von Ulrich Beilfuß.

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Merkurmission: Warum ist die Sonde so lange unterwegs?

Autor: Ulrich Beilfuß

 

Am vergangenen Sonnabend wurde die europäisch-japanische Raumsonde “BepiColombo” auf die Reise zum sonnennächsten Planeten geschickt, zum Merkur. Dort soll sie im Dezember 2025 eintreffen.

Wie bitte? Erst in sieben Jahren? Der kleine Planet hat doch gar keinen besonders großen Abstand von der Erde. Zwischen ihm und uns liegt nur noch die Venus. Die Raumsonde könnte den Merkur auf direktem Wege in vielleicht weniger als einem halben Jahr erreichen.

“Nein!”, warnen die Raumfahrtexperten, “das würde katastrophal enden!” Denn auf solch einem Direktkurs zum Merkur und damit ja auch in die Nähe der Sonne würde “BepiColombo” durch das Schwerefeld des Zentralgestirns so enorm beschleunigt, dass die teure Technik unkontrolliert in die Sonne stürzen würde. Deshalb muss die Raumsonde ihrem Ziel auf einem spiralförmigen Kurs um die Sonne herum entgegenfliegen. Der führt sie zunächst nahe der Erdbahn an unserem Blauen Planeten vorbei, danach zweimal an der Venus, und schließlich erfolgt die Annäherung an den Merkur in sogar sechs Umrundungen. Die Gravitationskräfte der drei Planeten bremsen die Sonde dabei jedesmal so dosiert ab, dass “BepiColombo” schließlich im Dezember 2025 in den vorgesehenen Merkurorbit einschwenken kann.

Übrigens: Dieses Prinzip hatte einst der italienische Mathematiker und Raumfahrtingenieur Giuseppe Colombo, genannt “Bepi”, für die allererste Merkurmission entwickelt.

Die großen Hände des Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach war nicht nur ein begnadeter Komponist. Er war auch ein hervorragender Instrumentalist, vor allem ein brillanter Cembalo- und Orgelspieler. Könnte dies an Bachs ungewöhnlich großen Händen gelegen haben? Forscher sind jetzt nämlich zu bemerkenswerten Erkenntnissen gekommen. Ulrich Beilfuß erzählt Näheres.

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