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Zwanzig weitere Saturnmonde entdeckt

Autor: Ulrich Beilfuß                     

„Zwanzig auf einen Streich!“ – so hätten es die Gebrüder Grimm formulieren können, was uns jetzt die Internationale Astronomische Union mitteilt: Der Ringplanet Saturn besitzt zwanzig Monde mehr als bisher bekannt war. Er wird deshalb von mindestens 82 Trabanten umrundet. Damit besitzt er drei Begleiter mehr als der bisherige Rekordhalter, der Gasriese Jupiter. 

Alle neu entdeckten Saturnmonde haben nur rund fünf Kilometer Durchmesser. Im Vergleich zu unserem Mond mit rund 3.500 Kilometern Durchmesser sind sie also winzig. Sie wurden zwar mit Hilfe eines Teleskops auf Hawaii gefunden, aber, weil sie so klein sind, nicht direkt gesichtet. Denn selbst unser kürzester Abstand zum Saturn beträgt über eine Milliarde Kilometer! Die Entdeckung der kleinen Monde gelang vielmehr durch neue Berechnungen von Teleskopdaten, die schon vor längerer Zeit erfasst worden waren. 

Die Carnegie Institution of Science bittet jetzt die Öffentlichkeit, Namensvorschläge für die neuen Monde zu machen. Der Tradition folgend, müssten sie aus der klassischen Mythologie stammen, aber nicht schon für ein anderes Objekt im Sonnensystem vergeben sein. Einsendeschluss ist der 6. Dezember 2019. Näheres ist im Internet zu erfahren.

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Neue Erkenntnisse über die Andromedagalaxie

Autor: Ulrich Beilfuß                     

Es gibt neue Erkenntnisse über die Andromedagalaxie, die Nachbarin unserer Milchstraße im Universum. Astronomen der australischen Universität Canberra haben herausgefunden, dass die rund zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernte Sterneninsel im Laufe ihres Daseins bereits zahlreiche andere Galaxien geschluckt hat. Dadurch wuchs ihre ursprüngliche Masse um ein Drittel an, und zwar auf aktuell rund eine Billion Sonnenmassen.

Hinweise auf diese Vorgänge erhielten die Forscher durch Sterne und Kugelsternhaufen in den äußeren Regionen der Andromedagalaxie. Deren Bewegungsrichtung und Tempo wichen nämlich von dem der Restgalaxie deutlich ab. So ließ sich zurückverfolgen, dass die – zumeist kleineren – Galaxien in zwei verschiedenen Aktivitätsepochen verschlungen wurden. Die erste ereignete sich schon vor acht bis zehn Milliarden Jahren, die letzte Kollision fand dagegen erst vor vor gut einer Milliarde Jahre statt.

„Galaktischer Kannibalismus“ ist übrigens keine Seltenheit. Verursacht wird er durch die über Millionen von Lichtjahren hinweg wirkenden Anziehungskräfte der Galaxien. Zwischen dem Andromedanebel und unserer Milchstraße ist sogar eine relativ starke Gravitation wirksam. Sie sorgt dafür, dass beide Welteninseln sich stetig aufeinander zu bewegen und in etwa fünf Milliarden Jahren miteinander verschmelzen werden. Das daraus resultierende neue Sternsystem nennen Astronomen bereits heute „Milkomeda“..!

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