Früherkennung einer Leseschwäche schon bei Kleinkindern möglich

Legasthenie, die Lese-Rechtschreib-Schwäche, wird meistens erst in der Grundschule erkannt. Gezielte Fördermaßnahmen zur Milderung der Leseprobleme sollten aber möglichst schon im Vorschulalter stattfinden. Forscher haben jetzt eine neuartige Methode entwickelt, die die Früherkennung einer drohenden Leseschwäche schon bei Kleinkindern ermöglichen kann. Näheres dazu von Ulrich Beilfuß.

Woher stammen die Atome?

Autor: Ulrich Beilfuß

 

Woher stammen eigentlich die Atome, aus denen schließlich alles besteht: Unsere Erde, wir Menschen, Tiere und Pflanzen, das Radio, das diese “Sternstunde” hörbar macht, jedes Fahrrad und jedes Flugzeug.  

Das einfachste und kleinste dieser Teilchen ist das Wasserstoffatom. Fast ausschließlich aus ihm bestand das Ursprungsmaterial, aus dem sich nach dem Urknall die ersten Sterne bildeten. Das war vor knapp 14 Milliarden Jahren. Im Innern dieser ersten Sonnen wurden dann unter gewaltiger Hitze und enormem Druck aus den einfachen Wasserstoffatomen neue Atomsorten „gebacken“. Bei dieser Kernfusion wurde ein Teil des Wasserstoffs in Helium verwandelt und das Helium später in Kohlenstoff. Daraus entstanden anschließend noch Sauerstoff und einige andere noch schwerere Elemente.

Als diese ersten Sterne starben, indem sie ihre Hüllen abstießen oder sogar explodierten, bildeten sich aus diesem nun mit mehreren Atomsorten angereicherten Material wieder neue Sonnen. In ihnen setzte sich das „Backen“ noch schwererer Atomarten fort. Vor gut viereinhalb Milliarden Jahren entstand dann aus dem inzwischen atomsortenmäßig üppig bestückten Weltraumstaub explodierter Sterne auch unsere Sonne mit ihren Planeten. Die enthielten nun neben dem immer beteiligten Wasserstoff alle Atomsorten, die wir heute auf der Erde finden und aus denen letztlich auch wir selber bestehen.

Und in unseren Biomolekülen sind ursprüngliche Wasserstoffatome zu über sechzig Prozent vertreten. Es klingt unglaublich und faszinierend zugleich: Zwei Drittel unseres Körpers bestehen aus Material, das rund vierzehn Milliarden Jahre alt ist!

Erhöhter Methanausstoß während des Oktoberfestes

Mit Beginn des Oktoberfests steigt der Methan-Ausstoß. Das haben Forscher der Technischen Universität München bereits vor einem Jahr nachgewiesen. Seit dem vergangenen Wochenende suchen sie nun mit weiteren Messungen nach den Ursachen der erhöhten Methanerzeugung. Näheres dazu von Ulrich Beilfuß.

Der Fixstern Altair

Autor: Ulrich Beilfuß

 

In diesen Wochen fallen gleich nach dem Dunkelwerden am Südhimmel drei Gestirne auf. Das hellste dieser Himmelslichter steht nur knapp über dem Horizont. Es ist der rötlich-gelbe Planet Mars. Weit rechts davon sehen wir den lichtschwächeren Ringplaneten Saturn, und deutlich höher, über dem Mars, leuchtet ein heller Fixstern: Altair. Auf diesen Blickfang im Sternbild Adler möchte Radio Jade heute aufmerksam machen.

Nach astronomischem Maßstab ist Altair uns recht nahe. Sein jetzt hier eintreffendes Licht ist “nur” 17 Jahre unterwegs gewesen. Altairs Durchmesser ist fast doppelt so groß wie der unserer Sonne, seine Leuchtkraft beträgt sogar das Zehnfache.

Astronomen waren überrascht, als sie vor ein paar Jahren ein neues leistungsstarkes Teleskop auf Altair richteten. Sie sahen keine Kugelform, sondern eine Art zusammengedrückten Pfannkuchen. Die Analyse des Lichtspektrums verriet dann, dass der Stern sich ungewöhnlich schnell in nur sieben Stunden einmal um die eigene Achse dreht. Unsere Sonne braucht dafür immerhin 25 Tage. Altairs ungewöhnliche Abplattung wird also durch die an seinem Äquator wirksamen enormen Fliehkräfte erzeugt.

Der Adlerstern ist leicht zu finden: Hoch über dem rotgelben Mars am südlichen Abendhimmel, also dort, wohin die Satellitenschüsseln gerichtet sind.

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