Spielclub-Festival in Wilhelmshaven geplant

Es gibt hier in der Region viele Möglichkeiten dem Theater ein Stückchen näher zu kommen. Darunter zählt z. B. das Freilichttheater in Varel, das Niederdeutsche Theater in Zetel und das Theater am Meer in Wilhelmshaven. Außerdem gibt es die Spielclubs der Julabü und der Bürgerbühne von der Landesbühne-Nord. Doch leider ist der Kontakt zum Theater bei vielen Menschen, unter anderem durch die Corona-Pandemie eingeschlafen. Auch die Vernetzung innerhalb der zuvor sehr engagierten Clubs litt an den Einschränkungen. Um dem Schaden entgegenzuwirken, wurde das große Spielclub-Festival am 25. und 26. Mai auf die Beine gestellt, erzählt die Theaterpädagogin und Julabü-Dramaturgin Stefanie Kaufmann:

Mit einer Besetzung von ca. 50 Menschen aus allen Altersgruppen erschaffen die Spielclubs der Bürgerbühne–Theater, der Bürgerbühne-Tanz und der Julabü ein umfangreiches Programm rund um das Thema Glaube, Liebe und Hoffnung. Dazu gehört auch ein dreiteiliger Workshop, der Interessierten die vielen Facetten des Schauspiels näherbringen soll, so Theaterpädagogin und Leiterin der Bürgerbühne-Theater Caroline Wybranietz:

Und genau mit diesem Thema haben sich die Spielclubs in Vorbereitung auf das Festival schon beschäftigt. Jeder Spielclub hat dabei das Motto selbst interpretiert, sodass viele individuelle und kreative Konzepte entstehen konnten, die schließlich aufgeführt werden sollen. Die gemeinsamen Stunden in den jeweiligen Clubs bezeichnet die Leiterin der Bürgerbühne-Tanz Katie Riebschläger als besonders interessant.

Das Spielclub-Festival findet am 25. und 26. Mai im The Os statt, startet an beiden Tagen vormittags und geht bis in den Abend. Der, vorher schon erwähnte, Workshop ist der zweite Programmpunkt. Außerdem sieht das Programm am Nachmittag vereinzelte, kleine, simultan stattfindende Aufführungen und am Abend eine große Performance der Gefühle vor, die von allen Spielclubs gemeinsam produziert wurde. Jeder ist willkommen sich die Produktionen anzusehen, so Caroline Wybranietz:

Anmelden können Sie sich bei der Theatherkasse der Landesbühne Nord oder per E-Mail bei Caroline Wybranietz selber. Sie finden ihre E-Mail-Adresse auf der Webseite „landesbuehne-nord.de/julabue“. Das Spielclub-Festival soll Ihnen interessante und unvergessliche Tage bescheren und durch die zahlreichen Programmpunkte womöglich auch Ihr Interesse daran wecken, selbst mal auf der Bühne zu stehen.

Foto: Bente Hoeft-Heyn/Radio Jade

BMX Bandits: Dreamers On The Run

Duglas T. Stewart ist eine Legende des schottischen Indiepops. Die BMX Bandits hat er 1985 zusammen mit Sean Dickson. Der hatte dann bald mit den Soup Dragons ein anderes, höchst erfolgreiches Projekt am Start. Das Personalkarussell der BMX Bandits erwies sich dann als Durchlauferhitzer und Zwischenstation für Mitglieder von solchen Hochkarätern wie Teenage Fanclub und Belle And Sebastian. Nur dem melodieseligen Pop der BMX Bandits selbst blieb die große Bühne verwehrt. Stewart ließ sich allerdings nicht entmutigen und hat jetzt im vierzigsten Jahr der Bandgeschichte sein Meisterwerk vorgelegt.

Dreamers On The Run
Setting Sun
Time To Get Away
What He Set Out To Be
Cockerel’s Waiting
My Name Is Duglas (Don’t Listen To What They Say)
Home Before Dark – In The Industrial Zone
Hop Skip Jump (For Your Love)
The World Was Round
Things You Threw Away
Digital Dreamers

Protesttag Inklusion in Wilhelmshaven

Vor rund 15 Jahren hat Deutschland die Resolution der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen angenommen. Deren Umsetzung ist im vergangenen Sommer zum zweiten Mal von der UN überprüft worden und wieder hat sich gezeigt, dass noch nicht genug getan worden ist. Der seit 1992 am fünften Mai stattfindende Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen hat also noch nichts von seiner Bedeutung verloren. Das hat sich auch bei einer Protestaktion am vergangenen Sonntag in Wilhelmshaven gezeigt.

Foto: Karsten Hoeft / Radio Jade

Nordsee-Campus bleibt länger in Heppens als angenommen

Anfang April gab es zwei kleinere Brände an der Oberschule an der Paul-Hug-Straße. Schnell war klar, bei den Bränden an der Schule mit den Namen Nordsee-Campus handelte es sich um Brandstiftung, die Polizei konnte zwei Tatverdächtige ermitteln. Das Feuer selbst hat nur geringe Schäden angerichtet, die Rauchentwicklung machte es aber notwendig, dass die Schule umziehen musste. Seit Mitte April ist der Nordsee-Campus jetzt in den Räumlichkeiten der BBS Heppens. Der Umzug hat in Rekordzeit geklappt, sagt der Schulleiter des Nordsee-Campus Thomas Schmacker:

Das Lernkonzept des Nordsee-Campus ist auch am Standort der ehemaligen BBS Heppens gut umsetzbar, so der Schulleiter. Außerdem gibt es demnächst auch zwei grüne Klassenzimmer, also Klassenzimmer im Freien, die im Sommer oft genutzt werden können. Die Schüler*innen, die jetzt an der Zedeliusstraße unterrichtet werden, haben sich schon gut eingelebt, sagt Schmacker.

Der Pavillon am alten Standort kann schon bald die den in Blöcken erteilten naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt werden, bis die Schule aber wieder dauerhaft zurück an die Paul-Hug-Straße kommen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Denn die Schäden, die durch die Rauchentwicklung entstanden sind, werden umfangreich saniert werden müssen und betreffen zwei Abschnitte der Schule, an denen eh Bauarbeiten geplant waren, sagt Tim Menke. Er ist der technische Leiter der GGS, des städtischen Eigenbetriebs Grundstücke und Gebäude der Stadt Wilhelmshaven.

Auswirkungen auf den ersten Bauabschnitt hatten die Brände aber zum Glück nicht. Denn auch wenn die Rauchentwicklung massiv war, war der Bereich so gut abgeschirmt, dass die Bauarbeiten dort weiterhin nach Plan verlaufen.

Vorerst richtet der Nordseecampus aber auf einen längeren Verbleib im Gebäudekomplex in Heppens in unmittelbarer Nachbarschaft der Musikschule ein. Dazu gehört auch noch ein kleinerer interner Umzug in den moderneren östlichen Gebäudeteil – wenn der bewältigt ist, will Schulleiter Schmacker mit der ganzen Schule ein Fest feiern.

Foto: Lukas Iben/Radio Jade

Mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderungen gefordert

[Wilhelmshaven] Mit einem Demonstrationszug und einer anschließenden Kundgebung am Pumpwerk haben behinderte und nichtbehinderte Menschen am Sonntag (05.05.)  mehr Teilhabe gefordert. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Auf der Kundgebung betonten Betroffene die Notwendigkeit sowohl einer deutlicheren politischen Repräsentanz als auch die von Verbesserungen für ihren konkreten Alltag. Dazu eine der Redner*innen Sophia Hirsch:

Foto: Karsten Hoeft / Radio Jade

1 2 3 79