Von „The Voice of Germany“ ins Oldenburger Cadillac

Positive Geschichten aus dem Kulturbereich sind zur Zeit rar gesät. Der Musiker Marc Gensior kann eine erzählen. Ist er in normalen Jahren eine zuverlässige Größe auf den Bühnen der Region, so machte im letzten Herbst eine ganz neue Erfahrung. Bei der Castingshow The Voice Of Germany schaffte er es in die erste Runde. Wie es  danach für ihn weiterging, hat er Karsten Hoeft im Gespräch verraten:

Foto: Marc Gensior

Pom Poko: Cheater

Pom Poko sind ziemlich einzigartig, eine norwegische Band mit japanischem Namen, zusammengesetzt aus ehemaligen Jazzstudent*innen, die mit hörbarer Freude zwischen Artpunk, Noisepop und Mathrock oszillieren. Und zwar am liebsten innerhalb jedes einzelnen Songs. Der Trick an der Sache: Jedesmal, wenn es zu kompliziert oder zu schräg zu werden droht, rettet ein unwiderstehlicher Refrain den Song.

1. Cheater

2. Like A Lady

3. Andrew

4. My Candidacy

5. Danger Baby

6. Andy Go To School

7. Look

8. Baroque Denial

9. Curly Romance

10. Body Level

„Laway“ erhält Förderung vom Land

Die Kultur hätte gerade in Zeiten der Pandemie viel zu sagen – wenn sie denn nur könnte. Aber von denen, die von Kunst und Kultur leben, sind viele in ihrer beruflichen Existenz akut bedroht. Um gegenzusteuern fördert das Landesministerium für Kultur unter dem Motto „Niedersachsen dreht auf“ jetzt 50 Projekte mit insgesamt 1,1 Millionen Euro, um damit Soloselbstständige zu unterstützen. Über den Zuschlag freuen sich unter anderem die Kulturetage und das Hidden Art Project  aus Oldenburg, das Theater Das letzte Kleinod aus Schiffdorf und Laway aus Neustadtgödens. Gerd Brandt ist der Kopf der Gruppe. Karsten Hoeft hat mit ihm gesprochen.

Foto: Bianca Ites-Buck

Cats In Space: Atlantis

Die britische Band Cats In Space hat sich auf ihren vier Alben nach und nach vom Progrock zum klassischen Mainstreamradiorock entwickelt. Zwischen Queen, Journey, Toto und The Darkness wird so ziemlich jede Schublade bedient – das allerdings virtuos, abwechslungsreich und ohne jeden Anflug von Ironie. Und deswegen könnte man eigentlich auch die ganze Platte am Stück durchlaufen lassen, anstatt in mühseliger Handarbeit hier die Playlisten zu pflegen.

Tracklist:

01. Dive!
02. Spaceship Superstar
03. Revolution
04. Sunday Best
05. Listen To The Radio
06. I Fell Out Of Love With Rock ‘n Roll

07. Marionettes
08. Queen Of The Neverland
09. Magic Lovin’ Feelin’
10. Can’t Wait For Tomorrow
11. Seasons Change
12. Atlantis

dreimalumalpha: Jugend ans Geld verloren

Klingt nach Hamburg 1990, kommt aber ganz frisch aus Innsbruck. Mit seinem Gitarren-Schrammel-Pop erfindet das Trio das Indie-Rad zwar nicht neu, erzeugt dafür aber eine große Vertrautheit und fügt sich nahtlos in die Reihe der offensichtlichen Vorbilder ein. Dabei legen sie eine sympathisch-souveräne Schluffigkeit an den Tag, die Fans des Genres sicher ein hanseatisch euphorisches „einwandfrei“ entlocken dürfte.

Tracklist
Sicherlich nicht
Am Karussell von Ingo Blaumann
Und wenn es dann funktioniert
Fagott
Alles was groß ist
Wenn die Zeit da ist
Zu Besuch
En Ander Woord voor Akkord
Was ist da bloß los
Ohne Theorie keine Revolution
Ist die zeit da um zu gehn

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