erlaubt, keine Nennung nötig

Weniger Funklöcher in Niedersachsen

[Hannver] Fast überall in Niedersachsen ist die Mobilfunkversorgung mit dem 4G-Netz gelungen. Wie verschiedene Medien berichten, sei das bei einem Treffen des Beirates der Bundesnetzagentur deutlich geworden. Rund 98 Prozent der Fläche im Land sind demnach mittlerweile mit dem LTE-Standard versorgt. Versorgungslücken gibt es zum Beispiel noch im Wendland. Die Netzbetreiber waren 2019 dazu verpflichtet worden, bis Ende des Jahres 500 sogenannte „weiße Flecken“ in der Mobilfunkversorgung zu beseitigen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte dazu angekündigt, den Druck zu Erhöhen und unter Umständen auch Verzögerungen der Netzbetreiber zu sanktionieren.

Foto: Annika Kaehler (Radio Jade)

erlaubt (www.nabu.de)

Zahl der Wolfsrudel im Norden stabil

[Bonn] Die Zahl der Wolfsrudel in Norddeutschland ist stabil. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Naturschutz hervor. Demnach wurde in Niedersachsen zwischen dem 1. Mai 2021 und dem 30. April 2022 ein Rudel weniger nachgewiesen. Bundesweit wurden 161 Wolfsrudel registriert, das sind drei mehr als im Jahr zuvor. Niedersachsen ist nach Brandenburg das Bundesland mit der zweithöchsten Zahl an Rudeln. Der Wolf steht auch in Niedersachsen im Zentrum einer Diskussion über Sicherheit von Weidetieren. Auch im Kreis Friesland und im Kreis Wittmund hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Wolfsrisse gegeben.

Foto: Christoph Bosch/ NABU

500 Megawatt Elektrolyseur in Wilhelmshaven geplant

[Wilhelmshaven] In Wilhelmshaven soll ein 500-MW-Elektrolyseur gebaut werden. Entsprechende Pläne sind jetzt von den Unternehmen Tree Energy Solutions (TES) und EWE vorgestellt worden. Die Anlage soll am Voslapper Groden entstehen und ab 2028 dafür sorgen, dass Wasserstoff aus synthetischem Methan entsteht. Eine weitere Anlage ist ebenfalls geplant, sodass langfristig am Standort eine Kapazität von bis zu einem Gigawatt entsteht, sagt Sven Partzsch, General Manager bei TES. Im kommenden Herbst soll aber erst das zweite LNG-Terminal in Wilhelmshaven den Betrieb aufnehmen. Ziel sei es, die Infrastruktur, die für das LNG-Terminal entsteht, auch für Wasserstoff nutzen zu können, so Partzsch.

Ein Abend voller Fragen zu LNG-Projekten

Ende Dezember soll das erste LNG-Terminal in Wilhelmshaven an den Start gehen können, die Bauarbeiten wurden in Rekordzeit fertiggestellt. Und obwohl eigentlich seit Februar klar ist, dass Ende des Jahres ein LNG-Terminal in Wilhelmshaven die Arbeit aufnehmen soll, sind immer noch viele Fragen offen. Gleichzeitig kommen immer mehr neue Projekte dazu, die hier direkt am Weltnaturerbe Wattenmeer umgesetzt werden sollen. Nachdem Ende Oktober eine Informationsveranstaltung mit Umweltminister Olaf Lies und Vertretern der beteiligten Unternehmen nicht alle Antworten liefern konnte, haben die Umweltschutzverbände NABU, BUND und Deutsche Umwelthilfe das jetzt selbst in die Hand genommen. Im Wattenmeer Besucherzentrum sind gestern (24.11.) rund 150 Menschen zusammengekommen, um Fragen zusammenzutragen, die jetzt an die Genehmigungsbehörden und Ministerien geschickt werden sollen. Die Fragen und das Interesse an dem Verfahren steigen, sagt Imke Zwoch vom BUND Wilhelmshaven.

Gerade die Frage, warum das erste schwimmende Terminal, die „Hoegh Esperanza“ Biozide verwendet, wenn es umweltfreundlichere Alternativen gibt, tauchte immer wieder auf. An verschiedenen Thementischen hielten Expert*innen Kurzvorträge, danach wurden Fragen gesammelt, unter anderem zu den Themen „Klimaschutz“, „Naturschutz“ und auch „Genehmigungsverfahren“. Dort am Tisch stand auch Susanne Gerstner, Landesvorsitzende des BUND. Viele Fragen zum LNG-Beschleunigungsgesetz sind noch offen, sagt sie. Aber auch andere Fragen umtreiben die Menschen, die am Tisch diskutieren:

Diese Diskussionspunkte werden jetzt nach Hannover weitergeleitet, um zu zeigen: Es sind noch viele Fragen offen. Auch die Frage, ob die Deutsche Umwelthilfe gegen die LNG-Terminals klagen wird, ist noch nicht abschließend geklärt, hieß es gestern im Wattenmeer Besucherzentrum. Was aber deutlich ist: Die Menschen in Wilhelmshaven und Umgebung stellen Fragen, sagt Imke Zwoch.

Rund 150 Menschen haben sich gestern (24.11.) in Wilhelmshaven im Wattenmeer Besucherzentrum getroffen, um offene Fragen zu den LNG-Projekten zu sammeln.

Foto: Annika Kaehler/ Radio Jade

Umweltverbände diskutieren über LNG-Terminals

[Wilhelmshaven] Die Umweltverbände NABU, BUND und Deutsche Umwelthilfe haben gestern (24.11.) zu einem gemeinsam alternativen Erörterungstermin zu den geplanten LNG-Terminals in Wilhelmshaven eingeladen. Im Wattenmeerbesucherzentrum gab es dabei Vorträge von Expert*innen und die Möglichkeit, offene Fragen zu den LNG-Projekten zu stellen. Die gesammelten Fragen sollen jetzt an die Genehmigungsbehörden wie das NLWKN weitergeleitet werden. Susanne Gerstner, BUND Landesvorsitzende, ist mit der Veranstaltung und der Rückmeldung der Teilnehmenden zufrieden.

Foto: Lukas Iben/ Radio Jade

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