Corona-Update

Hier finden Sie aktuelle regionale Informationen zur CoVid19-Situation.

In Niedersachsen ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter angestiegen. Bis gestern (05.04.) um 13:30 Uhr wurden 6009 Menschen als mit dem Virus infiziert gemeldet. Die Anzahl der genesenen Meldefälle wird auf 1619 geschätzt. In der Stadt Wilhelmshaven, im Landkreis Friesland und im Landkreis Wittmund stieg die Zahl der bestätigten Fälle auf 44 an. Das ist ein Infizierter mehr als am Vortag. Die Anzahl der Todesfälle durch das Corona-Virus ist niedersachsenweit auf 92 angestiegen.

Die bundesweit beschlossenen Maßnahmen:
Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich am Sonntag (22.03) auf ein umfangreiches Kontaktverbot verständigt, welches ab Montag (23.03) 00 Uhr in Kraft tritt.
Darin sind zunächst bis zum Ende der Osterferien unter anderem geregelt:

  1. Kontakte zu anderen Menschen sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  2. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden (das gilt nicht für Familien und Personen, die im selben Haushalt wohnen).
  3. Im öffentlichen Raum dürfen nur noch zwei Personen gemeinsam unterwegs sein. Auch hier sind Familien und Personen, die im selben Haushalt wohnen, ausgenommen.
  4. Notwendige Wege zum Arzt, zum Einkauf, zur medizinischen (auch tiermedizinischen) Versorgung, zur Kinderbetreuung, zu Behörden sind weiterhin erlaubt.
  5. Die Betreuung und der Besuch von Lebenspartnern, Alten und Kranken oder Menschen mit Einschränkungen sind erlaubt.
  6. Getrenntlebende Eltern mit geteiltem Sorgerecht dürfen dies wie gewohnt im jeweiligen privaten Bereich weiterführen. Das gilt auch für Besuchsrechte.
  7. Spaziergänge oder Sport an der frischen Luft sind erlaubt, solange die Kontaktbegrenzung und die Abstandsregelung eingehalten wird.
  8. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet
  9. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden geschlossen – Ausnahmen gelten nur für medizinisch notwendige Dienste.
  10. In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen.

Was bedeutet das?
Neben Fitnessstudios, Bars und Clubs gibt es eine Reihe von Geschäften und Institutionen, die nicht direkt von den Anordnungen der Regierung betroffen sind, aber angesichts der aktuellen Lage dennoch neue Regelungen für ihren Geschäftsverkehr beschlossen haben. Die meisten dieser Regelungen gelten bis zum 18. oder 19. April, da dies der Stichtag ist an dem Bund und Länder Bilanz über die Maßnahmen ziehen und über das weitere Vorgehen entscheiden.
In Wilhelmshaven hat die Landesbühne Niedersachsen Nord beschlossen, im Stadttheater und im TheOs den Vorstellungsbetrieb einzustellen. Im Zuge dessen wurde auch die Theaterfabrik abgesagt (bis 18. April).
Die Werkstätten der GPS in Wilhelmshaven, Jever, Barkel, Roffhausen, Jeringhave, Liethe, Edewecht und Westerscheps sind geschlossen (bis 18. April).
Außerdem sind die Seemannsmission, Die Wilhelmshavener Tafeln, Die Beratungsstelle der Aids-Hilfe Friesland/Wilhelmshaven, der Botanische Garten sowie die Stadtbibliothek im Zuge der Eindämmung des Corona-Virus bis auf Weiteres geschlossen. Ebenso finden die geplanten Veranstaltungen vorerst nicht statt.
Im Kirchenkreis Wilhelmshaven-Friesland sind alle Gottesdienste abgesagt (bis 19. April).
Das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm Mein Mammobil bleibt geschlossen (bis 19. April).
Das Franz-Radziwill-Künstlerhaus in Oldenburg bleibt ebenfalls geschlossen. Das Büro des Hauses ist allerdings weiterhin besetzt und erreichbar (bis 19. April).
Die Landesregierung hat im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus alle Nord- und Ostseeinseln sowie die Halligen für Touristen gesperrt. Der Landkreis Friesland hat jetzt eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die den Zugang zu Wangerooge regelt. Demnach dürfen nur noch Handwerker, die die kritische Infrastruktur sicherstellen, die Insel betreten.
Das Landgericht Oldenburg ruft dazu auf, das Gerichtsgebäude nur in dringenden Fällen zu betreten und sich an die allgemeinen Hygieneregeln der BZgA zu halten.
Auch im Bereich des Nahverkehrs kommt es zu Einschränkungen.
Die Landesnahverkehrsgesellschaft reduziert wegen der Ausbreitung des Corona-Virus das Nahverkehrsangebot. Verbindungen im Berufsverkehr sollen weiterhin sichergestellt werden. Auf Hauptstrecken soll täglich von 5 Uhr morgens bis 20 Uhr abends stündlich gefahren werden. Betroffen davon ist auch die Strecke von Wilhelmshaven nach Osnabrück über Oldenburg. Auf den übrigen Strecken soll montags bis freitags zwischen 5 und 9 Uhr und zwischen 15 bis 19 Uhr stündlich gefahren werden. Informationen dazu finden Sie auf den Homepages der Bahnunternehmen. Die Busse in Wilhelmshaven fahren ab morgen (25.3.) im Sonntagsfahrplan. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Demnach werden die Busse der Stadtwerke-Verkehrsbetriebe künftig nicht mehr im regulären Fahrplan fahren. Der Sonntagsfahrplan ist ihm gegenüber reduziert.
In Niedersachsen werden die Abiturprüfungen um drei Wochen nach hinten verschoben. Die schriftlichen Prüfungen beginnen damit am 11. Mai und die mündlichen Prüfungen am 3. Juni. Die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen wurden auf den 20. Mai verschoben.



Was ist mit Events?
Aufgrund der „Vereinbarung zwischen Bundesregierung und den Bundesländern“ über „Schließungen im Publikumsverkehr“ sind Veranstaltungen untersagt. Analog zu diesem Erlass hat die Kulturetage alle Veranstaltungen bis 19. April abgesagt. Auch die Zentrale der Kulturetage solle geschlossen bleiben, um an der Eindämmung des Virus mitzuwirken, heißt es in einer Pressemitteilung.
Das Bürgerhaus in Schortens und dessen Büro sind bis zum 18. April ebenfalls für Publikumsverkehr geschlossen.
Vor Erlass der Regel waren bereits viele Events mit einem erwarteten Publikum von über 1000 Personen abgesagt worden, wie etwa das Konzert von Max Giesinger in der Stadthalle am 14. März.
Auch der Ostermarsch ist abgesagt worden,
Das Service-Center der Landesbühne Niedersachsen Nord ist ab sofort nur noch telefonisch oder per E-Mail montags bis freitags 9 Uhr bis 15 Uhr zu erreichen und für Publikumsverkehr geschlossen.

Was kann ich tun?
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert-Koch-Institut raten in Übereinstimmung dazu, vor allem die Hygieneregeln einzuhalten und sozial verantwortlich zu handeln. Das heißt, besuchen Sie Freunde und Verwandte nur dann, wenn es wirklich notwendig ist und vermeiden Sie, wenn es geht, Körperkontakt. Denn auch wenn Sie keine Symptome zeigen, können Sie das Virus übertragen und andere Menschen anstecken. Waschen Sie sich stündlich die Hände für mindestens 20 Sekunden. Tätigen Sie keine Hamsterkäufe und halten Sie auch im öffentlichen Raum einen Abstand von anderthalb bis zwei Metern zu ihren Mitmenschen. Und das Wichtigste: Bleiben Sie gesund!

Wo bekomme ich Hilfe?
Falls Sie Antworten und Infos bezüglich des Coronavirus bekommen möchten, haben die Stadt Wilhelmshaven (Montags bis Freitags von 9 Uhr bis 17 Uhr sowie an den Wochenenden von 11 Uhr bis 15 Uhr) und der Landkreis Friesland (Montags bis Freitags von 8 Uhr bis 16 Uhr sowie an den Wochenenden von 10 Uhr bis 16 Uhr) Infotelefone eingerichtet.
Wilhelmshaven: 04421 161616
Friesland: 04461 919 7000
Darüber hinaus haben die Stadt Wilhelmshaven und die Soldatinnen und Soldaten der Einsatzflottille 2 der Marine einen Lieferservice für Menschen eingerichtet, die sich nicht selbst versorgen können. Die Nachbarschaftshilfe richtet sich dabei vor allem an ältere Menschen. Lebensmittelbestellungen können unter der Hotline 04421-161616 abgegeben werden und werden von den Soldatinnen und Soldaten vor die Tür gebracht.
Weitere Infos finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Wilhelmshaven (http://www.wilhelmshaven.de) und des Landkreises Friesland (www.friesland.de).
Außerdem erhalten Sie Informationen auf der Seite des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de) und der Seite www.infektionsschutz.de/coronavirus von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.BZgA.de).
Sollten Sie darauf angewiesen sein, Lebensmittel oder Hygieneartikel geliefert zu bekommen, bietet der Kreisverband Wilhelmshaven des Deutschen Roten Kreuzes einen Einkaufsservice/Bringdienst an. Das DRK weist daraufhin, dass dieser nur zu nutzen ist, wenn keine Hilfe durch Familie oder Freunde möglich ist. Bestellungen können Montags und Mittwochs zwischen 12 Uhr und 18 Uhr telefonisch unter 0152-36237224 oder jederzeit per Mail abgegeben werden. Weitere Infos dazu unter: https://www.drk-whv.de/angebote/alltagshilfen/einkaufsservicebringdienst.html.


Erlaubt

30.000 Patienten in der Notaufnahme des Klinikums Wilhelmshaven im Jahr 2019

[Wilhelmshaven] Im Klinikum Wilhelmshaven sind im Jahr 2019 30.004 Patienten versorgt worden, so viele wie noch nie zuvor. Wie das Jeversche Wochenblatt berichtet ist die Zahl der Patienten seit 2015 kontinuierlich gestiegen. Mehr als 9900 Kranke wurden mit dem Krankentransport oder dem Hubschrauber in die Notaufnahme gebracht. Ein Triage-System ordnet die Pateinten je nach Dringlichkeit der Behandlung nach einem Ampelsystem ein und habe sich mittlerweile am Klinikum etabliert. Auf einem Bildschirm im Warteraum können so Personen eine Übersicht der wartenden Patienten erhalten, dies habe die Akzeptanz bei Erkrankten und Angehörigen erhöht.

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