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Klinik-Neubau beschlossen

Dass der Klinik-Neubau in Wilhelmshaven kommen wird, stand eigentlich schon vor der gestrigen Ratssitzung fest. Immerhin hatten CDU, WBV, SPD und AfD sich schon vorab positioniert und gesagt: Wir wollen den Neubau – und zwar in städtischer Hand. Es gab aber auch Stimmen, die gegen einen städtischen Neubau sind und stattdessen lieber einen privaten Investor im Boot hätten. Die FDP zum Beispiel kritisiert, dass sich die Stadt beziehungsweise die Klinikum Wilhelmshaven gGmbH bei der Investition übernehmen könnte, sagt FDP-Ratsherr Michael von Teichmann. Immerhin geht es um fast 80 Millionen Euro, die von städtischer Seite getragen werden müssten.

Das Klinikum wird also einen Neubau in städtischer Trägerschaft bekommen. Dafür stimmten gestern 24 Ratsfrauen und –herren. Zehn Ratsmitglieder waren gegen diese Variante. Drei Ratsmitglieder enthielten sich dem Votum. Damit können die Stadtverwaltung und die Verantwortlichen im Klinikum ihre Planungen fortsetzen.

Foto: Niklas Riebensahm

Soziale Integrationswerkstatt gut angelaufen

Eine Vielzahl an Kriegen, sowie politische oder religiöse Verfolgung: Das sind die Hauptursachen des starken Flüchtlingsstroms, der hunderttausende Menschen nach Europa getrieben hat. Einige der Geflüchteten werden auf Dauer nicht in der Bundesrepublik bleiben dürfen und irgendwann in ihre Heimat zurückkehren. Doch was passiert mit denen, die nicht zurück können? Zum Beispiel den Menschen aus Syrien oder Afghanistan? Diese leben zum Teil hier in der Region und warten auf eine Entscheidung über ihre weitere Zukunft. Damit die Geflüchteten bestmöglich integriert werden können, müssen zum Beispiel Sprachbarrieren abgebaut und die Menschen an den deutschen Arbeitsmarkt herangeführt werden. In den Fällen, wo keine richtige Schulbildung erfolgte, scheint das schwierig. Der Landkreis Friesland hat zusammen mit dem Landkreis Wittmund und der gemeinsamen Kreisvolkshochschule aber eine Lösung gefunden, die nicht nur das Problem der mangelnden Sprachkenntnisse löst, sondern die Geflüchteten auch für die Arbeitswelt vorbereitet, sagt Frieslands Kreisrätin Silke Vogelbusch. Denn die vollständige Teilnahme an dem Projekt „Soziale Integrationswerkstatt“ ende mit einem Hauptschulabschluss.

Durch die bislang guten Resultate wird sich dann zeigen, ob die „Soziale Integrationswerkstatt“ fortgeführt werden kann. Für die 16 jungen Menschen steht als nächstes ein betriebliches Praktikum an – und danach haben sie wie viele andere auch Sommerferien. Insgesamt sind alle aber auf einem guten Weg und machen besonders bei den sprachlichen Kenntnissen Fortschritte.

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Junior Rangerin berichtet von New York

„Pubertät ist die Zeit, in der die Eltern schwierig werden“ – so würde es vermutlich jeder Jugendlicher um die 14 Jahre beschreiben und deswegen auch eher mit den Freunden draußen verbringen als mit seinen Eltern. Dass es aber auch andere Beispiele gibt, zeigt die 14-Jährige Silja Reiser aus Wilhelmshaven. Sie engagiert sich seit Jahren für das Wattenmeer und ist Junior Rangerin. Das heißt: die Natur beobachten, im Watt wandern und an Workshops teilnehmen. Dass Silja dabei anders als viele Jugendliche in ihrem Alter auch Verantwortung übernimmt, hat sie Anfang Juni gezeigt. Sie ist im Beisein ihrer Mutter nach New York geflogen – und hat dort das Wattenmeer bei einer UN-Vollversammlung vertreten. Jetzt ist sie zurück – mit allerlei verschiedenen Eindrücken, die sie nicht nur bei der Konferenz sammeln durfte. Ein Erlebnis hat sie dabei in ihrer Aufgabe sogar gestärkt.

Für Silja Reiser ist nach der Konferenz klar, dass sie weiterhin sich für den Lebensraum Meer und speziell das Wattenmeer einsetzen möchte. Die 14-Jährige hat Anfangs des Monats bei der „World Ocean Conference“, einer speziellen UN-Vollversammlung, teilgenommen. Eine Erfahrung, die die 14-Jährige vermutlich in den kommenden Monaten immer wieder begleiten wird. Zum Beispiel bei Treffen mit anderen Junior Rangern. Aber auch kleinere Freundschaften und Kontakte sind dabei entstanden.

Foto: Jan Wagner

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Ballonmeeting in Wilhelmshaven

Ballonfahren – das ist nicht einfach nur Luft, die nach Belieben durch den Fahrer erhitzt wird, sondern ein Zusammenspiel aus verschiedenen physikalischen Gegebenheiten. Für den Laien mitunter schwer auf Anhieb zu verstehen, dafür aber ein tolles Bild, dass sich durch den Ballon bietet. An diesem Wochenende hatten einige die Chance, einen Heißluftballon nicht nur von Land zu beobachten, sondern gleich mit ihnen abzuheben. Beim 1. Ballonmeeting waren nämlich mehr als 30 Fahrer an den Banter See Park gekommen. Dass sie überhaupt starten konnten, erleichterte auch Organisator Uwe Matzke.

Beeindruckend war auch das Zuschauerergebnis bei dem ersten Ballonmeeting in Wilhelmshaven. Die Wilhelmshaven Touristik- und Freizeit GmbH schätzt etwa 20.000 Besucher, die die Veranstaltung besucht haben. Ob es eine Fortsetzung des Wilhelmshavener Balloonmeetings geben wird, wird sich zeigen.

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Klinikum-Mitarbeiter demonstrieren gegen Privatisierung

[Wilhelmshaven] Beschäftigte des Wilhelmshavener Klinikums haben heute gegen eine Privatisierung demonstriert. Dem Aufruf des Betriebsrates waren rund 80 Menschen gefolgt. Betriebsrat und Mitglieder blicken mit Sorge auf die Sonderratssitzung am Mittag, weil sie starke Einschnitte durch eine Privatisierung befürchten. Die Politiker spielen mit dem Vertrauen vieler Wähler, so der Betriebsrat. Am Mittwoch entscheidet der Rat der Stadt in einer Sondersitzung über den Neubau des Klinikums in Wilhelmshaven. Dieser kann entweder durch die Stadt finanziert werden oder durch die Teilprivatisierung des Unternehmens.

Foto: Jochen Schlüter

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