
Kommunen kritisieren Verzögerungen bei Einwegkunststofffonds
Veröffentlicht von Bente Hoeft-Heyn am 15.10.2026
[Hannover] Der Niedersächsische Städtetag fordert einen Neustart beim Einwegkunststofffonds. Die Auszahlung der Gelder für das Jahr 2024 verzögert sich wegen eines Softwarefehlers beim Umweltbundesamt voraussichtlich bis Anfang 2027. Zudem sollen nur rund 205 Millionen Euro ausgezahlt werden, das sind deutlich weniger als die ursprünglich erwarteten 430 Millionen Euro.
Der Einwegkunststofffonds soll dafür sorgen, dass Hersteller von bestimmten Einwegplastikprodukten für die Kosten des Mülls mit aufkommen. Dazu gehören zum Beispiel To-go-Verpackungen und Tabakfilter. Die Unternehmen zahlen Abgaben in einen zentralen Fonds ein. Städte und Gemeinden können sich daraus Geld für die Müllbeseitigung, die Reinigung öffentlicher Plätze und die Abfallberatung zurückholen. Verwaltet wird der Fonds vom Umweltbundesamt. Ziel ist, die Hersteller stärker an den Folgen von Einwegplastik zu beteiligen. Der Städtetag kritisiert den hohen bürokratischen Aufwand für die Kommunen und fordert, dass die Gelder pauschal verteilt werden, zum Beispiel nach Einwohnerzahl.
