LAV fordert Zuzahlungseintreibung durch Krankenkassen
Veröffentlicht von Jan Bredol am 07.10.2026
[Hannover] Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) hat die Bundesregierung aufgefordert, sie von der Aufgabe zu entbinden, Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel einzutreiben. Stattdessen sollten die Krankenkassen die Zuzahlungen selbst von ihren Versicherten einziehen, so der LAV. Derzeit seien die Apotheken noch gesetzlich verpflichtet, die Selbstbeteiligung von Kassenpatient*innen einzuziehen, diese Leistung werde den Apotheken allerdings nicht vergütet. Sie müssen stattdessen die Transaktionskosten bei Kartenzahlungen und die Kosten bei Zahlungsausfällen selbst tragen. Die Apotheken müssten aus ihrer „Inkasso-Funktion“ befreit werden, so der LAV-Vorstandsvorsitzende Berend Groeneveld.
