MSC verhandelt Einstieg in Meyer Werft
Veröffentlicht von Hans Schweighöfer am 24.09.2026
[Emden] Nach Informationen des Norddeutschen Rundfunks verhandelt die Schweizer Reederei MSC über einen Einstieg bei der Meyer Werft in Papenburg. Dabei soll es um eine Investition in Höhe von mehr als 10 Milliarden Euro gehen. Nachdem die Meyer Werft in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, retteten 2024 das Land Niedersachsen und der Bund das Unternehmen vor der Insolvenz, indem sie jeweils 200 Millionen Euro investierten. Die Übernahme könnte die Finanzen der Reederei MSC strapazieren. In den Jahren 2023, 2024 und 2025 machte MSC, die weltgrößte Containerreederei, insgesamt Verluste von über einer Milliarde Euro. Die Geschäftsführung von MSC behauptet, dass die Sanierung des Unternehmens trotzdem auf gutem Weg sei, und begründet die Verluste mit Rückstellungen älterer, nicht profitabler Aufträge. Zusätzlich zu den Kaufkosten müsste MSC auch zwei Bürgschaften in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro übernehmen, die vom Land und Bund bereitgestellt wurden. Die Beteiligung von MSC könnte eventuell zu Konflikten mit Disney führen, da beide Unternehmen Kreuzfahrten anbieten und Disney in der Meyer Werft neue Schiffe bauen lässt.
