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Großteil der Windindustrie erwartet negative Entwicklung

Veröffentlicht von Hans Schweighöfer am 15.09.2026

[Hamburg] 54 Prozent der deutschen Windindustrie erwartet eine negative Entwicklung der Branche in den kommenden Jahren. Das teilt die IG Metall Küste mit und bezieht sich auf eine Umfrage, an der 34 Unternehmen aus der Windindustrie teilgenommen haben. Die Betriebe haben trotz aktuell hoher Auslastung einen deutlichen Einbruch bei Aufträgen und Beschäftigung zu verzeichnen. Dieses Ergebnis sei eine Warnung an die Bundesregierung, wer den Windkraftausbau ausbremse, setze Arbeitsplätze und Zukunftsinvestitionen aufs Spiel, sagt Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Obwohl aktuell die durchschnittliche Auslastung deutscher Windkraftbetriebe bei fast 95 Prozent liegt, rechnet weniger als jeder fünfte Betrieb mit einem Stellenaufbau in der Zukunft. Die befragten Betriebsräte erwarten, mehr als 680 Arbeitsplätze abzubauen und nur 70 Neueinstellungen zu tätigen. Gründe für das pessimistische Stimmungsbild seien vor allem ein wachsender Wettbewerbsdruck durch China, politische Unsicherheit, fehlende Netzanschlüsse sowie mangelnde industriepolitische Unterstützung. Dass die Windindustrie mehr industriepolitische Aufmerksamkeit benötigt, sagten alle befragten Unternehmen.