Philippi fordert strengere Regeln für Kinder-Influencer
Veröffentlicht von Hans Schweighöfer am 11.08.2026
[Hannover] Niedersachsens Sozial- und Arbeitsminister Andres Philippi (SPD) fordert die Bundesregierung zu einer Anpassung des Jugendarbeitsschutzgesetztes (JarbSchuG) auf. Wie das Sozialministerium mitteilt, geht es dabei konkret um strengere Regeln für Kinder- und Jugendliche-Influencer, die mit Videos im Internet Geld verdienen. Der Minister beklagt, dass die Länder den Bund schon mehrfach zum Handeln aufgefordert haben, Niedersachsen plane einen nächsten Vorstoß über den Bundesrat. Das Jugendarbeitsschutzgesetz aus dem Jahr 1976 werde weder von den Begrifflichkeiten noch von den rechtlichen Anforderungen den heutigen modernen Arbeitsformen gerecht, so Philippi. Er fordert, dass die Voraussetzungen geschafft werden, damit die zuständige Aufsichtsbehörde auch bei Betätigung in den sozialen Medien die Arbeitsschutzbedingungen rechtlich durchsetzen können. Außerdem sollen Rechtsunsicherheiten im Hinblick auf die Veröffentlichung von Bildmaterial von Kindern geregelt und die Plattformen zur Durchsetzung von Löschpflichten bei persönlichkeitsverletzenden Veröffentlichungen verpflichtet werden.
