Abschlussbericht nach „Verity“-Untergang vorgestellt
Veröffentlicht von Bente Hoeft-Heyn am 07.08.2026
[Hamburg] Knapp drei Jahre nach der Kollision der Frachter „Verity“ und „Polesie“ in der Nordsee hat die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung ihren Abschlussbericht vorgelegt. Demnach hätten beide Besatzungen gegen grundlegende Regeln der Seefahrt verstoßen und zu geringe Sicherheitsabstände eingehalten. Bei dem Unglück im Oktober 2023 war die „Verity“ gesunken. Fünf Besatzungsmitglieder kamen ums Leben, zwei weitere konnten gerettet werden. Kritik gibt es in dem Bericht der BSU auch an der Verkehrszentrale Wilhelmshaven. Nach Einschätzung der Experten erfolgte das Eingreifen zu spät, außerdem habe Personalmangel eine Rolle gespielt. Die BSU ist eine von mehreren Behörden, die den Unfall untersucht haben. Hauptzuständig war die Marine Accident Investigation Branch des Vereinigten Königreichs (MAIB). Sie hat ihren Abschlussbericht schon im Februar 2026 veröffentlicht. Auch darin werden unter anderem zu geringer Abstand und ein verspätetes Eingreifen der VKZ als Faktoren genannt.
