Inklusive Bildung bleibt hinter den Erwartungen zurück
Veröffentlicht von Jan Bredol am 03.07.2026
[Hannover] Die inklusive Bildung in Deutschland bleibt weiterhin hinter den Erwartungen zurück, das geht laut niedersächsischem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung aus der neuen Studie „Inklusive Bildung zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ des Deutschen Instituts für Menschenrechte hervor. Damit zähle Deutschland weiterhin zu den europäischen Ländern mit einem besonders hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen, die nicht inklusiv beschult werden, denn rund 60 Prozent von ihnen besuchen Förderschulen. Dem gegenüber stehe eine deutliche Mehrheit von betroffenen Familien, die andere Wege bevorzuge, so sprechen sich 82 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen gegen eine getrennte Beschulung aus. Die niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Annetraud Grote, sagte, die Ergebnisse der Studie zeigten klar, dass inklusive Bildung eine zentrale Gerechtigkeitsfrage des Bildungssystems sei. Es sei die Aufgabe der Politik, die Voraussetzungen dafür zu verbessern, um die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umzusetzen.
