Landesrechnungshof mahnt Klimapolitik Niedersachsens an
Veröffentlicht von Hans Schweighöfer am 11.06.2026
[Hannover] Der Rechnungshof Niedersachsens hat die Klimapolitik der Landesregierung wegen fehlender Wirkung trotz immensen Ausgaben angemahnt. Wie der Rechnungshof mitteilt, habe das Bundesland in den letzten fünf Jahren rund 1,8 Milliarden Euro in Klimaschutzmaßnahmen investiert, die Wirksamkeit der Maßnahmen aber bisher nicht überprüft. Der Landesrechnungshof stellte fest, dass nur acht der knapp 100 Klimaschutzmaßnahmen eine konkrete Treibhausminderung zum Ziel hatten. Beinahe alle Maßnahmen wirken indirekt oder vorbereitend wie zum Beispiel Beratungsangebote zur Wärmeplanung oder Bildungsangebote an Schulen. Im Vergleich zum Basisjahr 1990 sank bis 2022 der Ausstoß von Treibhausgasen um 27 Prozent. Um das gesetzliche Zwischenziel einer Senkung von 75 Prozent bis 2030 zu erreichen, müssten also innerhalb weniger Jahre fast doppelt so hohe Einsparungen erzielt werden wie in den letzten drei Jahrzehnten. Die potentiellen Einsparungen an Emissionen bei den über 2.700 landeseigenen Gebäuden seien groß, allerdings sei das Ziel die Büroflächen bis 2030 um 10 Prozent zu reduzieren nicht ambitioniert genug und kein Ministerium habe bisher konkrete Einsparkonzepte vorgelegt.
