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Landesarmutskonferenz kritisiert Pflegereform

Veröffentlicht von Hans Schweighöfer am 09.06.2026

[Hannover] Die Niedersächsische Landesarmutskonferenz kritisiert die von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geplanten Änderungen in der Pflegeversicherung. Die Reform verlagere finanzielle Belastungen zunehmenden auf Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Beschäftigten in der Pflege und drohe bestehende soziale Ungleichheiten sowie Armutsrisiken weiter zu verschärfen, heißt es in einer Mitteilung der Landesarmutskonferenz. Wer Leistungen kürze und die soziale Absicherung pflegender Angehöriger schwächt, belaste genau die Menschen, die das Pflegesystem tagtäglich tragen und den Staat um Milliarden entlasten, so Laura Syska, die Sprecherin der Landesarmutskonferenz. Pflegende Angehörige seien überwiegend Frauen, die bereits ohne die Änderungen aufgrund von Teilzeitarbeit, unterbrochener Erwerbsbiografien und unbezahlter Pflegearbeit einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt seien. Durch die geplanten Änderungen sollen höhere Hürden bei der Einstufung der Pflegegrade 1 bis 3 entstehen, sodass der Entlastungsbetrag für Menschen mit Pflegegrad 1 sowie die Verhinderungspflege wegfallen und die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige gekürzt werden.