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Auch Ärztekammer drängt auf Überarbeitung des Spargesetztes

Veröffentlicht von Katharina Hotes am 09.06.2026

[Hannover] Auch die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) drängt auf eine Überarbeitung des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetztes. Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz diese Woche in Hannover, fordert die ÄKN Anpassungen des sogenannten Spargesetzes, das der Bund im April auf den Weg gebracht hatte. Die Präsidentin der Ärztekammer Marion Charlotte Renneberg, warnt eindringlich vor einer eindeutigen Verschlechterung der Niedersächsischen Versorgungsstruktur. Die ÄKN lehne die „Rasenmähermethode“ der Bundesregierung ab. Der Gesetzesentwurf sieht Kürzungen bei Praxen, Kliniken und Arzneimittelherstellern von 11,2 Milliarden Euro im kommenden Jahr vor. Auch der stellvertretende ÄKN-Präsident Thomas Buck kritisiert, dass damit zu rechnen sei, dass die medizinische Versorgung unkontrolliert wegbrechen könne, weil dringend benötigte Krankenhäuser aus rein finanziellen Gründen schließen würden. Versorgung dürfe nicht allein von ökonomischen oder politischen Erwägungen bestimmt werden, sondern müsse in erster Linie dem Wohl der Patient*innen dienen.