LAV kritisiert Reform des Kassenabschlags
Veröffentlicht von Jan Bredol am 22.04.2026
[Hannover] Der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) hat die geplante Erhöhung des Kassenabschlags, die die Apotheken pro abgegebenem Arzneimittel an die Krankenkassen zahlen müssen, „aufs Schärfste“ kritisiert. Der LAV forderte die Bundesregierung auf, die versprochene Erhöhung des Apothekenhonorars vorzunehmen, ohne gleichzeitig die Apotheken an anderer Stelle zusätzlich zu belasten. Man sei fassungslos, das die Bundesregierung das seit Jahren überfällige Honorar zwar auf mindestens 9,50 Euro erhöhen will, gleichzeitig aber eine höhere Belastung durch den Kassenabschlag plane, so Frank Germeshausen, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des LAV. Er betonte außerdem, dass 9,50 Euro kaum ausreichen würden, um das Apothekensystem zu stabilisieren.
