Niedersachsen richtet Meldestelle gegen Queerfeindlichkeit ein
Veröffentlicht von Amelie Friedrichs am 14.04.2026
[Hannover] Das Queere Netzwerk Niedersachsen richtet mit der Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit (MIQ) ein Onlineportal zur Erfassung queerfeindlicher Vorfälle ein. Ab heute (14.04.) können über diese zivilgesellschaftliche Meldestelle solche Vorfälle dokumentiert werden. Ziel des Portals ist es, das Ausmaß, Erscheinungsformen und Folgen von Queerfeindlichkeit in Niedersachsen sichtbar zu machen und Betroffene bei der Suche nach Hilfe zu unterstützen. Der Minister für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, Andreas Philippi (SPD), betont, dass die vermehrten Angriffe aufgrund der sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität „unser aller Werteverständnis und das demokratische Miteinander“ beträfen. In dem Meldeportal werden Vorfälle von diskriminierenden Postings im Internet bis zu Gewalttaten erfasst. Mit Anonymität und niedrigschwelligem Zugang soll dadurch ein realistisches Bild zur Sicherheitslage queerer Menschen entstehen, das wiederum als Grundlage für Prävention, politische Maßnahmen und gesellschaftliche Aufklärung dienen soll.
