Landesarmutskonferenz kritisiert neue Grundsicherung
Veröffentlicht von Jan Bredol am 10.03.2026
[Hannover] Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen (LAK) hat die vergangene Woche (05.03.) vom Bundestag beschlossene neue Grundsicherung kritisiert. Das Parlament billigte den Gesetzentwurf der schwarz-roten Bundesregierung, der das Bürgergeld ersetzen soll. Damit soll der Druck gesteigert werden, einen Job anzunehmen. Laut LAK schüre diese Reform nur Angst bei Menschen, die sich ohnehin in prekären Lebenssituationen befänden. Vor allem die Wiedereinführung des Vermittlungsvorrangs sei ein Rückschritt, denn es drohe eine Politik der kurzfristigen Vermittlung in oft schlecht bezahlte oder instabile Beschäftigungsverhältnisse statt der Schaffung nachhaltiger Perspektiven durch Qualifikation. Es brauche Perspektiven und Stabilität statt Drohung mit Leistungskürzungen oder Wohnungsverlust, so der Geschäftsführer der LAK, Fabian Steenken.
