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Sozialverband kritisiert anhaltende Lohnungerechtigkeit

Veröffentlicht von Jan Bredol am 06.03.2025

[Oldenburg] Der Sozialverband VdK hat anlässlich des „Equal Pay Day“ am Freitag (07.03.) die weiter bestehende Lohnungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern kritisiert. Bis zum 7. März hätten Frauen praktisch unbezahlt gearbeitet, da sie im Schnitt 18 Prozent weniger Lohn für ihre Arbeit erhalten als Männer. Grund dafür sei, dass Frauen weit häufiger als Männer ihre Arbeitszeit reduzieren oder ihre Arbeit ganz aufgeben, um unbezahlte Sorgearbeit wie Hausarbeit, Kinderbetreuung oder Angehörigenpflege zu übernehmen.  Gunda Menkens, Landesfrauenvertreterin des VdK Niedersachsen-Bremen nannte dies ein massives Gerechtigkeitsproblem, das auch Folgen im Alter nach sich ziehe. Das Festhalten an traditionellen Geschlechterrollen in Haus- und Sorgearbeit führe aktuell jede fünfte Frau in Altersarmut. Der VdK fordert daher ein Gesetz gegen die Lohndiskriminierung und einen armutsfesten Mindestlohn von 15 Euro sowie tarifgerechte Arbeitsverträge und die soziale Absicherung pflegender Angehöriger. Der „Equal Pay Day“ markiert symbolisch den Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern, der zuletzt um zwei Prozent leicht gesunken ist. Der nächste „Equal Pay Day“ findet dementsprechend im kommenden Jahr bereits am 27. Februar statt.