Krankenkassen beklagen gestiegene Arzneimittelkosten
Veröffentlicht von Jan Bredol am 04.03.2025
[Hannover] Die gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen beklagen deutliche steigende Arzneimittelkosten. Wie der Verband der Ersatzkassen unter Berufung auf Zahlen des Deutschen Apothekerverbandes mitteilt, seien im vergangenen Jahr rund 5,2 Milliarden Euro für Präparate aus öffentlichen Apotheken ausgegeben worden und damit rund 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit liege der Anstieg über dem Bundesschnitt mit 9,7 Prozent. Darin enthalten sind Ausgaben für Arzneimittel, Rezepturen und Verbandstoffen, allerdings nicht für Impfstoffe. Die Ausgabenspiral im Arzneimittelbereiche drehe sich rasend schnell nach oben, so Hanno Kummer, der Landesleiter des Verbandes der Ersatzkassen. Es bedürfe deswegen dringend einer Preisanpassung. Kummer forderte außerdem eine Absenkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 auf 7 Prozent, was einer Entlastung der Beitragszahler um jährlich zwischen sechs und sieben Milliarden Euro entspreche.
