Marburger Bund warnt vor alarmierenden Belastungen an Krankenhäusern
Veröffentlicht von Jan Bredol am 13.02.2025
[Hannover] Die Ärztevereinigung Marburger Bund Niedersachsen hat vor sich immer weiter zuspitzenden Arbeitsbedingungen für Ärzt*innen an niedersächsischen Krankenhäusern gewarnt. Hintergrund ist eine aktuelle Mitgliederbefragung, nach der mittlerweile 26 Prozent der Mediziner*innen in Niedersachsen über einen Berufswechsel nachdenke, das seien vier Prozent mehr als noch im Jahr 2022. Weitere 16 Prozent seien unentschlossen, womit über 40 Prozent einen Ausstieg aus dem ärztlichen Beruf nicht ausschlössen. Als Hauptgründe wurden eine zu hohe Arbeitsbelastung, eine Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch an den Beruf und Realität sowie zu wenig Zeit für die Patient*innen genannt. Die Ergebnisse der Befragung seien erschreckend und spiegelten die „unzumutbare“ Realität in niedersächsischen Kliniken wider, so Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen. Das Gesundheitssystem brauche eine tiefgreifende Reform insbesondere bei Personalvorgaben, der Krankenhausfinanzierung und der Schaffung zusätzlicher Studienplätze.
