
Wittmund kritisiert Umstruktierungspläne für die Förderung junger Menschen
Veröffentlicht von Bente Hoeft-Heyn am 05.09.2023
[Wittmund] Der Kreisausschuss des Landkreises Wittmund hat jetzt die Pläne des Bundeskabinetts kritisiert, die Förderung junger Menschen unter 25 Jahren von den Jobcentern auf die Agentur für Arbeit zu übertragen. Sollten die Reformpläne des Bundes umgesetzt werden, würden die jungen Menschen von SGB II in SGB III wechseln. Bundesweit würden rund 900 Millionen Euro umgeschichtet werden, so der Landkreis. Das hätte Folgen für die Förderung im Landkreis. Das würde nicht nur die im vergangenen Jahr aufgebaute Jugendberufsagentur mit Sitz an den Berufsbildenden Schulen in Wittmund bedrohen, auch das Projekt der Jugendwerkstatt, die gemeinsam mit der Volkshochschule organsiert würde, würde dann nicht mehr finanziell unterstützt. Auch die mit der Volkshochschule ins Leben gerufene Maßnahme zum Erwerb des Hauptschulabschlusses könnte nicht mehr durch das Jobcenter finanziert werden. Zusätzlich sieht der Landkreis das gesamte bestehende Netzwerk mit Schnittstellen zu Angeboten etwa der Schuldnerberatung und der Diakonie bedroht. Deshalb will der Landkreis jetzt über die Bundestagsabgeordneten aus der Region versuchen, die Reformpläne zu stoppen.
Foto: Karsten Hoeft/ Radio Jade
