
Zahl der Essstörungen und psychischen Erkrankungen gestiegen
Veröffentlicht von Jan Bredol am 30.08.2023
[Hannover] Die Zahl der Essstörungen und psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen in Niedersachsen ist mit der Corona-Pandemie stark angestiegen. Zahlen der Krankenkasse DAK zufolge seien Mädchen davon häufiger betroffen als Jungen. So wurden im vergangenen Jahr insgesamt ein Drittel mehr Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren wegen einer Essstörung in Kliniken behandelt als im Vor-Corona-Jahr 2019. Auch die Zahl der Behandlungen wegen Angststörungen und Depressionen sei angestiegen. In allen Versorgungsformen sei eine deutliche Zunahme aller psychiatrischen Erkrankungen festzustellen, so der Vorsitzende der Ärztekammer Hannover, Thomas Buck. Die Anzahl der stationären Behandlungen sei dabei nur ein Bruchteil des tatsächlichen Bedarfs. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Behandlungen aufgrund von Depressionen, Essstörungen und Angststörungen im Jahr 2022 allerdings zurück.
