
Deutsche Umwelthilfe gegen Biozid-Einsatz auf LNG-Terminalschiff
Veröffentlicht von Bente Hoeft-Heyn am 25.10.2022
[Hannover/Wilhelmshaven] Die Deutsche Umwelthilfe hat jetzt Uniper aufgefordert, beim Betrieb des LNG-Terminalschiffs in Wilhelmshaven auf die Chlor-Einleitung in die Jade zu verzichten. Durch den Einsatz des Biozids soll verhindert werden, dass die Regasifizierungsanlagen des Terminalschiffs mit Muscheln oder Seepocken bewachsen. Uniper hat eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragt, das mit Chlor versetzte Wasser in die Innenjade einleiten zu dürfen. Sascha Müller-Kraenner, der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe sagt dazu, dass Uniper unmittelbar neben dem Nationalpark Wattenmeer und in der Nähe zu Badestränden, im Gegensatz zu anderen Betreibern, auf die Einleitung großer Mengen von Biozid setze, sei nicht akzeptabel. Man fordere Uniper auf, den Antrag für die wasserrechtliche Erlaubnis zurückziehen und grundlegend zu überarbeiten. Ansonsten müssten die niedersächsischen Behörden ihn ablehnen. Das Umweltministerium hat für heute Abend (25.10.) eine Informationsveranstaltung angekündigt. Ab 19 Uhr sollen im UNESCO-Wattenmeerbesucherzentrum die Pläne vorgestellt werden.
Foto: Lukas Iben/ Radio Jade
