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Gasflamme

CDU Friesland fordert Verzicht auf Gasumlage

Veröffentlicht von Jan Bredol am 22.08.2022

[Jever] Die CDU-Fraktion im Kreistag Friesland hat den Oldenburger Energieversorger EWE aufgefordert, auf die jüngst vom Bund beschlossene Gasumlage von 2,4 Cent pro Kilowattstunde zu verzichten. Es sei gerade in schwierigen Zeiten wichtig, dass sich Bürger*innen auf die öffentliche Hand verlassen können, so Fraktionssprecher Dirk Zillmer. Der Landkreis Friesland als zweitgrößter kommunaler Anteilseigner an der EWE solle in den Gremien des Unternehmens deshalb auf einen Verzicht hinwirken. Gerade vor dem Hintergrund, dass die EWE nach eigenen Angaben das Gas nur zu rund 1,5 Prozent aus Russland beziehe, sei es ein wichtiges Zeichen auf die Gasumlage zu verzichten, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Axel Homfeldt. Der niedersächsische Energieminister und Landtagsabgeordnete der Region Olaf Lies (SPD) kritisierte die Forderung. Die EWE habe nur für das letzte Quartal 2022 einen Ausgleich beantragt, danach endeten die Importverträge und damit auch die Möglichkeit der Umlage. Die gesamten Mehrkosten würde bei einem Verzicht allein die EWE tragen, die Umlage der anderen Versorger trügen aber alle mit.

Foto: EWE