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Rathaus Sande

Sande soll weitere Erinnerungsorte bekommen

Veröffentlicht von Radio Jade am 02.05.2022

[Sande] Die Gemeinde Sande soll weitere Erinnerungsorte bekommen. Dazu hat die Ratsgruppe Grüne/ FDP/ Linke nun einen entsprechenden Antrag gestellt. Konkret soll dabei die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenen-Lagers „Sander Mühle“ am Ems-Jade-Kanal und die des zivilen Zwangsarbeiter-Lagers „Sande-Neufeld“ sichtbar gemacht werden.
Dafür soll die Gemeinde Sande künftig gemeinsam mit dem Zweckverband Schlossmuseum Jever Schilder oder Stelen an den Orten aufstellen, um an die Geschichte zu erinnern. Die Lager seien schließlich Teil der Sander Ortsgeschichte und zeugen von einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, so die Antragstellerinnen. Im Zwangsarbeiterlager in Sande wurden mitunter bis zu 6.000 Arbeiter*innen untergebracht. Sie mussten in Stuben mit bis zu acht Personen wohnen und weitestgehend auf hygienische Standards verzichten. Außerdem wurden sie damals von der Geheimen Staatspolizei überwacht und diszipliniert. Im Kriegsgefangenenlager „Sander Mühle“ waren bis zu 600 Kriegsgefangene gleichzeitig untergebracht. Mindestens 19 Menschen verloren dort ihr Leben.

Foto: Fabian Metzner/ Radio Jade