
Niedersachsen will nun doch Erdgas in der Nordsee fördern
Veröffentlicht von Radio Jade am 27.04.2022
Die niedersächsische Landesregierung ist wieder offen für das Thema Erdgasförderung im Wattenmeer. Wie die Staatskanzlei gegenüber dem NDR mitgeteilt hat, habe sich das Land entsprechende Rechte für die Förderung gesichert. Demnach würden ein niederländisches und zwei deutsche Unternehmen im Nationalpark Wattenmeer vor Borkum ab Ende 2024 jährlich zwei bis vier Milliarden Kubikmeter Erdgas fördern. Mit diesen Plänen rückt das Land von seiner ursprünglichen Position ab, keine Bohrungen in der Nordsee zuzulassen. Der Krieg in der Ukraine und die Abhängigkeit von russischem Erdgas führten aber nun zu einem Umdenken, so die Staatskanzlei. Das geförderte Erdgas in der niedersächsischen Nordsee soll künftig dann für den deutschen Markt genutzt werden, wie Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) dem Kabinett mitgeteilt hat. Die Landesregierung wolle dennoch zur Bedingung machen, dass der Schutz der Inseln und des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer gewährleistet sein muss. Außerdem dürfe im Wattenmeer nur so lange gefördert werden, wie ein einheimischer Bedarf nach Erdgas besteht.
Foto: Wattenmeer Besucherzentrum
