
NABU Niedersachsen sieht Handlungsbedarf in der Schifffahrt
Veröffentlicht von Radio Jade am 04.02.2022
[Hannover] Der Naturschutzbund NABU Niedersachsen zeigt sich nach dem Vorfall um das Containerschiff „Mumbai Maersk“ entsetzt, dass ein solcher Vorfall unmittelbar am Weltnaturerbe Wattenmeer passieren konnte. Das rund 400 Meter lange Schiff hatte sich in der Nacht zu Donnerstag vor Wangerooge festgefahren. Besonders besorgniserregend sei ein solcher Vorfall nach der Havarie der MSC Zoe vor rund drei Jahren. Es brauche politisches Handeln, das die Ladungssicherheit auf den Schiffen und die Reaktionen auf solche Vorfälle deutlich verbessere, so NABU-Geschäftsführer Holger Buschmann. Das Weltnaturerbe Wattenmeer sei ein einzigartiger und schützenwerter Lebensraum. Der NABU unterstütze die Forderung vieler Insulaner*innen, den „Hauptschiffsweg“ vor der ostfriesischen Küste in den Norden zu verlegen, so Buschmann weiter. Container müssten zusätzlich mit Peilsendern ausgestattet werden, um diese schnell Orten zu können, sollte diese wie im Fall der MSC Zoe von Bord gehen.
Foto: Vera Preiss
