
Sechseinhalb Jahre Haft für ehemaligen WHV-Chef
Veröffentlicht von Radio Jade am 02.07.2021
Gegen den ehemaligen Geschäftsführer des Wilhelmshavener Handballvereins ist wegen Anlagebetrugs nun ein Urteil gesprochen worden. Das Landgericht Würzburg hat ihn zu einer Strafe von sechseinhalb Jahren verurteilt. Zwei weitere Angeklagte haben dieselben, ein weiterer aufgrund eines detaillierten Geständnisses eine Haftstrafe von drei Jahren erhalten. Der ehemalige Geschäftsführer und Vermögensberater hatte gestanden, Kontakte aus seiner früheren Tätigkeit als Berater bei der Ärzte- und Apothekerbank genutzt zu haben, um vermögende Kund*innen dazu zu bringen, in angebliche Entwicklungshilfe-Projekte seiner Partner zu investieren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten zu keinem Zeitpunkt über marktreife Konzepte dafür verfügten. 40 Personen sind bei dem millionenschweren Anlagenbetrug finanziell geschädigt worden. Durch den Betrug des ehemaligen Geschäftsführers des WHVs musste der Verein zudem Insolvenz anmelden, wofür ihm vier Punkte abgezogen wurden.
