
Vorgesetzte im Fall Högel schwer belastet
Veröffentlicht von Radio Jade am 01.02.2019
[Oldenburg] Ehemalige Kolleginnen vom Patientenmörder Niels Högel haben gestern (31.1.) den Angeklagten und auch den damaligen Vorgesetzten schwer belastet. Wie der NDR berichtet, habe eine Zeugin im Jahr 2003 Högel dabei beobachtet, wie er einem Patienten eine Spritze setzte. Kurz darauf sei der Patient gestorben. Nachdem sie den Vorfall gemeldet hatte, soll ein Vorgesetzter ihr entgegnet haben, dass es normal sei, dass Menschen älter werden und sterben. Nach der Verhaftung Högels 2005 soll sie von einem Mitarbeiter angewiesen worden sein, nicht über das Thema zu sprechen, um nicht den Ruf der Delmenhorster Klinik zu schädigen. Die anderen beiden Zeuginnen konnten die Aussagen weitestgehend bestätigen. Högel wird vorgeworfen in den Jahren 2000 bis 2005 mehr als 100 Patienten an den Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst getötet zu haben.
