
Lungenärzte sehen Gefahr durch Rauchwolke
Veröffentlicht von Radio Jade am 21.09.2018
[Meppen] Vom Moorbrand in Meppen geht nach Einschätzung von Lungenärzten doch eine Gesundheitsgefahr aus. Grund sei die massive Belastung durch Feinstaub. Das berichtet der Sprecher des Bundesverbandes der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner, Michael Barczok, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Je nachdem, wie der Wind gerade stehe, sei es für Anwohner so, als ob sie sich in einen komplett verräucherten Raum setzen. Schleimhäute würden auf die Feinstaubbelastung reagieren. Ein Kratzen im Hals oder ein Hüsteln seien die Folge. Für junge und gesunde Menschen sei dies unschädlich, für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen aber ein echtes Problem. Barczok riet Betroffenen, in Absprache mit ihrem Hausarzt ihre Medikamentendosis zu erhöhen. Barczok widersprach damit der Bundeswehr. Sie hatte erklärt, von dem Brand gehe keine Gefahr aus.
