
Kritik an geplanter Strukturreform
Veröffentlicht von Radio Jade am 05.09.2018
[Wittmund] Der Wittmunder Landrat Holger Heymann kritisiert die geplante Strukturreform für die Niedersächsischen Finanzämter. Demzufolge sollen die Finanzämter in Aurich und Wittmund sowie in Emden und Norden zusammengelegt werden. Heymann fordert das niedersächsische Finanzministerium auf, sich noch mehr Zeit für eine detaillierte Betrachtung der Auswirkungen auf die ländlichen Räume und Kleinstandorte zu nehmen. Heymann befürchtet, dass durch eine geänderte Schwerpunktbildung attraktive Arbeitsplätze künftig nur noch in Aurich zu finden sein könnten. Man brauche in Wittmund ein deutliches Signal aus Hannover, dass man sich seitens der Finanzverwaltung eben nicht aus der Fläche zurückziehen will, so Heymann. Es müsse dafür gesorgt werden, dass auch in Wittmund künftig ausreichend attraktive Stellen im mittleren und gehobenen Dienst angeboten würden, sonst drohe das Wittmunder Finanzamt auf Sicht quasi ausgetrocknet zu werden. Insbesondere müsse sichergestellt werden, dass am Wirtschaftsstandort Wittmund die klein- und mittelständischen Firmen des Harlingerlandes weiterhin ihre kompetenten Ansprechpartner vor Ort hätten.Bildquelle: Stadt Wittmund
