
Patientengebühr in Kritik
Veröffentlicht von Radio Jade am 26.06.2018
[Hannover] Die von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) vorgeschlagene so genannte „Patientengebühr“ steht in der Kritik. Sie war von der KV angeregt worden, um Notaufnahmen zu entlasten. Diese würden außerhalb der regulären Arztsprechzeiten zu häufig von Patienten mit leichten Beschwerden aufgesucht, anstatt den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 anzurufen. Die Niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann und der Direktor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Helge Engelke, plädierten diesbezüglich für bessere Aufklärung der Bevölkerung, heißt es in Medienberichten. Reimann sieht zudem eine Lösung in den Kliniken vorgeschalteten Portalpraxen, die abklären, ob überhaupt ein Notfall vorliegt. Es gebe vielversprechende Modellversuche. Am Klinikum Wilhelmshaven und 67 weiteren Niedersächsischen Kliniken sind ärztliche Bereitschaftspraxen angegliedert.
