
Arzt soll nicht mehr operieren
Veröffentlicht von Radio Jade am 06.06.2018
[Oldenburg] Die Vorwürfe gegen einen Chirurgen des Klinikums Oldenburg haben nach NDR Informationen dazu geführt, dass der Arzt keine Bauchspeicheldrüsen-Operationen mehr vornehmen soll. Dabei handelt es sich offenbar um eine Vorsichtsmaßnahme, bis ein externes Gutachten vorliegt. Hintergrund sind Vorwürfe, dass nach bestimmten Bauchspeicheldrüsen-Operationen offenbar überdurchschnittlich viele Patienten verstorben sind. Derzeit sei eine externe Firma beauftragt worden, die Vorwürfe zu untersuchen. Nach NDR Recherchen sind im Klinikum Oldenburg zwischen April 2017 und Februar 2018 überdurchschnittlich viele Menschen während oder nach komplizierten Operationen an der Bauchspeicheldrüse gestorben. Bei insgesamt 20 dieser Eingriffe in der betreffenden Zeit seien sechs Patienten verstorben - bei weiteren sechs seien derart schwere Komplikationen aufgetreten, dass sie nachoperiert werden mussten.
