
Umweltminister lehnt Forderung ab
Veröffentlicht von Radio Jade am 19.04.2018
[Hannover] Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat der Forderung, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, eine Abfuhr erteilt. Es mache zur Zeit keinen Sinn, den Wolf ins Jagdrecht aufzunehmen, weil der Wolf streng geschützt ist und dann eine ganzjährige Schonzeit hätte, so der Minister. Eine Aufnahme ins Jagdrecht wäre erst ab einer gewissen Population überlegenswert. Davon sei man aber noch entfernt. Daher sei es wichtig, aktuelleres Zahlenmaterial über die Wolfspopulation in Deutschland zu erhalten, betonte Lies. In diesem Zusammenhang forderte er ein jährliches und auch länderübergreifendes Monitoring und ein einheitliches bundesweites Wolfsmanagement. Man muss die Ausbreitung des Wolfes managen, auffällige Wölfe müssen konsequent kontrolliert, zügig vergrämt und nötigenfalls getötet werden, um eine Gewöhnung der Wölfe an den Menschen zu unterbinden und unsere Weide- und Nutztierhaltung nicht zu gefährden, so der Minister.
