
Kapitän muss nach kritischer Rede zu Gespräch mit Kommandeur
Veröffentlicht von Radio Jade am 29.03.2018
[Wilhelmshaven] Wegen seiner kritischen Rede zur Lage der Bundeswehr muss Kapitän zur See Jörg-Michael Horn zu einem „klärenden Gespräch“ mit dem Kommandeur der Einsatzflotille 2. Das teilte der Sprecher des Marine-Inspekteurs der Wilhelmshavener Zeitung mit. Vergangene Woche Mittwoch (21.03.) hatte Horn als langjähriger Kommandeur des 2. Fregattengeschwaders das Kommando abgegeben. In seiner Abschiedsrede bemängelte er unter anderem zu lange Instantsetzungszeiten, veraltete Waffensysteme und mangelndes Vertrauen seitens des Verteidigungsministeriums. Vor allem sehe er große Probleme im Personalbereich:Die Kritik am Verteidigungsministerium könne die Marine nicht verstehen, so der Marinesprecher gegenüber der WZ. Die von Verteidigungsministerin von der Leyen eingeleitete Trendwende brauche eben gerade bei Personal und Material ihre Zeit. Nach Ostern werde Horn nun seinen neuen Posten als Referatsleiter im Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr in Köln antreten. Ursprünglich sollte er diesen allerdings bereits am vergangenen Montag antreten, berichtet die Zeitung weiter.Foto: Serafia Johansson
