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Auf dem Foto zu sehen sind Bürgermeister von Sande und Gleichstellungsbeauftragte Merle Mänz

Merle Mänz erneut Gleichstellungsbeauftragte von Sande

Veröffentlicht von Katharina Hotes am 17.07.2026

Seit 1918 dürfen Frauen in Deutschland wählen. Seit 1949 steht im Grundgesetz: Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Die Mütter des Grundgesetzes, Elisabeth Selbert (SPD), Friederike Nadig (SPD), Helene Weber (CDU) und Helene Wessel (Zentrum) haben sich gegen ihre 61 männlichen Parteikollegen durchgesetzt. Trotzdem durften Frauen erst seit 1958 in Westdeutschland arbeiten, ohne, dass ein Mann zustimmen musste. Aktuell hört man aber den Satz „Frauen an den Herd“ nicht nur wieder öfter, sondern muss sich auch fragen ob das „nur“ als geschmackloser Witz oder als ernste Forderung gemeint ist. Als Gleichstellungsbeauftragte für die Gemeinde Sande sorgt Merle Mänz dafür, dass die Gleichberechtigung von Frau und Mann auch auf kommunaler Ebene durchgesetzt wird.

Seit 1958 können Frauen ohne fremde Erlaubnis ein Konto eröffnen. Erst seit knapp 70 Jahren ist es Frauen also überhaupt erlaubt für Ihr Alter selbst vorzusorgen. Da sich die Gesellschaft und Gewohnheiten aber nicht auf einen Schlag geändert hat, ist auch hier eine riesige Lücke entstanden. Es wird nachgesteuert, von Gender Gap in der Finanzbildung gesprochen, Online wird das Thema von einer großen weiblichen Bubble besprochen. Volkshochschulen bieten Kurse an, die speziell auf Frauen und Finanzen zugeschnitten sind. Trotzdem ist Altersarmut vor allem weiblich. Dieses Thema auf kommunaler Ebene im Blick zu haben, kann ein nachhaltiger Gewinn für die Geschlechtergerechtigkeit in Sande sein. Die jetzt erneut zur Gleichstellungsbeauftragten berufene Merle Mänz will sich auf jeden Fall darum kümmern.

Foto: Katharina Hotes / Radio Jade