
„Das Weltreich zuhause – Wilhelmshaven und der deutsche Imperialismus“
Veröffentlicht von Jan Bredol am 16.07.2026
Die meisten Städte in Deutschland haben ihren Ursprung in alten Handelsplätzen, Flussüberquerungen oder gar in römischen Außenposten. Einige von ihnen entstanden aber deutlich später und für einen speziellen Zweck: Wolfsburg in den 1930er Jahren als Produktionsstätte für den später als VW Käfer bekannten „KdF-Wagen“ der Nationalsozialisten, Eisenhüttenstadt in den 1950ern als Planstadt für das Eisenhüttenkombinat Ost der DDR und auch Wilhelmshaven ist ein Zweckbau, für die Marine nämlich. Seit der Entstehung im späten 19. Jahrhundert ist die Jadestadt eng mit der deutschen bewaffneten Seefahrt verbunden – und damit auch mit dem deutschen Imperialismus. Diese eher selten beleuchtete Facette der Stadtgeschichte hat der Historiker Leon Biela unter die Lupe genommen. Jan Bredol berichtet.
Der Historiker Leon Biela hat sich in seinem neuesten Buch mit der Rolle der Stadt Wilhelmshaven im deutschen Imperialismus und dessen Wirkung in der Stadtgesellschaft beschäftigt. „Das Weltreich zuhause – Wilhelmshaven und der deutsche Imperialismus“ ist im Metropol Verlag Berlin erschienen und wendet sich explizit nicht nur an das historische Fachpublikum.
