
Schloss Jever erhält institutionelle Förderung
Veröffentlicht von Amelie Friedrichs am 07.07.2026
Das altehrwürdige Schloss zu Jever ist das Wahrzeichen der Marienstadt. Von hier regierte die Stadtherrin Fräulein Maria von Jever und die Silhouette des Schlosses ist wohl vielen Bier-Liebhaber*innen in ganz Deutschland bekannt. Es ist aber natürlich auch eine touristische Attraktion. Viele Besuchende kommen jedes Jahr in das Schloss mit dem dort beheimateten Museum, der Schlosspark zieht viele Gäste zum Verweilen ein. Das ganze Ensemble in Stand zu halten, kostet aber natürlich auch eine ordentliche Summe Geld. Bereits im April war zu einem Pressetermin eingeladen worden, bei dem das Schlossmuseum, die Stadt Jever und der Landkreis Friesland eine jährliche Förderung des Museums vom Land forderten, weil das Schloss in vielen Bereichen einen großen Stellenwert hat, erklärte Landrat Sven Ambrosy bei diesem Termin.
Das Schloss Jever gehört dem Land Niedersachsen. Aber betrieben wird es durch die Kommunen und den Zweckverband Schlossmuseum Jever. Dadurch können ganz andere finanzielle Mittel akquiriert werden, so Ambrosy im April.
Diese Förderung ist jetzt Realität geworden. Mit einer dauerhaften institutionellen Förderung von 250.000 Euro pro Jahr beteiligt sich das Land Niedersachsen am Haushalt des Museums. Diese Förderung ist Teil des Kulturpakets im Doppelhaushalt 2027/28 des Landes Niedersachsen. Jedes Jahr sollen hiermit 10,5 Millionen Euro zusätzlich für Theater, Soziokultur und andere Kultureinrichtungen bereitgestellt werden, um die Vielfalt in der Kulturlandschaft zu stärken. Und das Schlossmuseum Jever hat einige Besonderheiten, deren Strahlkraft weit über die Stadtgrenzen hinaus reicht, erklärt die Leiterin des Schlossmuseums Jever, Dr. Antje Sander.
Und dafür ist diese Förderung vom Land eine willkommene Hilfe. Schon für das Jahr 2026 greift die bessere Finanzierung: Die steigenden Kosten für den Betrieb des Schlossparks und die Personalkosten für die Gärtner und für die laufenden Kosten des Edo-Wiemken-Grabmals wurden vom Land angepasst und auskömmlich finanziert. Für Antje Sander ist diese Förderung eine Würdigung des der Stellung des Schlossmuseums in der Kulturlandschaft Niedersachsens. Sie sieht darin auch einen Beleg dafür, wie wichtig kontinuierliche wissenschaftliche Arbeit für eine gute, forschungsbasierte Museumsarbeit ist, die die kulturellen Schätze für alle Menschen les- und erlebbar macht.
