
Weinberghaus in Varel blickt auf jüdische Geschichte
Veröffentlicht von Amelie Friedrichs am 03.07.2026
Katastrophen, die passieren irgendwie immer irgendwo anders. Wenn dann doch mal was vor der eigenen Haustür passiert, dann fühlt sich das surreal an und man mag es vielleicht auch gar nicht so recht glauben. Der Versuch, etwas solange zu ignorieren, bis es nicht mehr existiert, der scheitert eigentlich immer kläglich. Bei einem industrialisierten Massenmord, dem mehr als sechs Millionen jüdische Menschen zum Opfer fielen, ist „wegignorieren“ schlicht keine Option. Und deshalb ist Erinnerungsarbeit so wichtig. Und ein Stück in dem großen Mosaik des Erinnerns ist das Weinberghaus in Varel. Am Montag (29.06.) wurde dieses feierlich eröffnet. Amelie Friedrichs war vor Ort und hat sich das Haus angeschaut.
An den Öffnungszeiten des Weinberghauses muss zwar noch ein bisschen geschraubt werden, weil die Arbeit dort vollständig von Ehrenamtlichen gestemmt wird. Das Weinberghaus soll ein Lernort, aber auch Begegnungs- und Diskussionsraum sein.
