Landesantidiskrimminierungsgesetz gefordert
Veröffentlicht von Bente Hoeft-Heyn am 25.06.2026
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Das steht im Grundgesetz. Dort steht auch, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen und politischen Anschauungen oder wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Es könnte so einfach sein, wenn sich denn alle dran halten würden. Allerdings gibt es viele Menschen, die immer wieder Diskriminierungserfahrungen sammeln müssen. Auch deshalb haben die Vereinten Nationen die Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland schon zum zweiten Mal ausgerufen. So sollen die Rechte und Teilhabe Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen in Deutschland gestärkt werden, sagt die Wilhelmshavener Aktivistin Wilma Nyari.
So ein Landes-Anti-Diskriminierungsgesetz wird immer wieder auf Landesebene diskutiert. Aktuell fordert zum Beispiel die Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierungsgesetz dass die Ungleichbehandlung durch staatliche Stellen in Länderzuständigkeiten, wie Schulen, Polizei oder Landesbehörden aufgehoben wird und die Rechte der betroffenen Menschen in Niedersachsen gestärkt werden. Wilma Nyari hat darüber hinaus noch Erwartungen ans Land.
Und dieser gesetzliche Schutzraum soll mit konkreten Maßnahmen gefüllt werden. So wünscht sich Wilma Nyari, dass das Beratungsangebot ausgebaut wird.
Anlässlich der zweiten UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland fordert die Wilhelmshavenerin Wilma Nyari ein Landesantidiskriminierungsgesetz. So sollen diejenigen, die Diskriminierungserfahrungen sammeln müssen, stärker geschützt werden.
