
Vortrag in Jever über NS-Krankenmorde
Veröffentlicht von Karsten Hoeft am 18.03.2026
Je weiter Geschichte in die Vergangenheit übergeht, umso weniger greifbar wird sie. Was nach und nach vergessen wird, verliert seinen sichtbaren Bezug zur Jetztzeit – das ist der Punkt, an dem Gedenkarbeit und Erinnerungskultur ansetzen. Ein Ort, an dem das ganz deutlich wird, ist die Mahn- und Gedenkstätte Wehnen, wo in der NS-Zeit über 1.500 Kranke durch Hunger getötet wurden. Seit den Neunzigerjahren forscht Ingo Harms zu diesem Thema. Der Historiker ist Mitbegründer des Gedenkkreises Wehnen und wird am 25.03. im Gröschlerhaus in Jever einen Vortrag über die Betroffenen aus der Region halten. Karsten Hoeft hat vorab mit ihm gesprochen.
