Mehr Kleiderspenden in der Region

Die zu klein gewordene Jeans oder auch das T-Shirt, das einem einfach nicht mehr gefällt – Sie alle landen in Altkleidercontainer oder werden zur Kleiderkammer gebracht. Besonders während der kalten Monate werden jetzt immer häufiger die Kleiderschränke aussortiert. Auch die Kleiderkammer der Caritas, die sogenannten „Cari-lädchen Kunterbunt“ merken einen Anstieg, so der Geschäftsführer der Caritas Wilhelmshaven, Alexander Witton im Gespräch mit Sam Bühren:

Foto: Christiane Klieve/ Pixabay

ERLAUBT

Touristinformation in Schortens ausgezeichnet

Die Stadt Schortens ist die jüngste Stadt in Friesland. 2005 bekam Schortens das Stadtrecht, seit 2011 darf die Stadt sich auch staatlich anerkannter Erholungsort nennen. Dass die Stadt mit der Tourist-Information aber auch umfassenden Service und viele Informationen bietet, das macht die Auszeichnung mit der i-Marke jetzt deutlich. Damit gehört die Service-Stelle in Schortens zu 140 weiteren Trägern der Auszeichnung in ganz Niedersachsen. Dazu müssen 14 Mindestkriterien erfüllt werden, sagt die Leiterin des Stadtmarketings in Schortens, Heide Schröder-Ward:

Diese Grundprüfung  wird unangekündigt vor Ort durchgeführt um unvoreingenommen beurteilen zu können. Mit den erworbenen 84%liegt die Touristen-Information sogar über dem niedersächsischen und bundesdeutschen Landesdurchschnitt. Die Auszeichnung hat damit  natürlich auch eine besondere Bedeutung:

Gute Arbeit soll auch durch eine Sterne Klassifizierung des Deutschen Tourismusverband wertgeschätzt und gefördert werden. In Schortens wurden bereits erste Ferienhäuser nach den Kriterien der DTV beurteilt, so Schröder-Ward:

Neben der Ausstattung spielt auch der Service eine Rolle. Zusätzlich können die Unterkünfte auch als hundegerecht klassifiziert werden. Dann gibt es zusätzlich zu den Sternen auch noch Pfoten als Auszeichnung.

Bildquelle: schortens.de

ERLAUBT

Wochenende an der Jade für 2021 geplant

Live-Musik, Schausteller*innen und vor allem die besondere Atmosphäre rund um den Innenhafen locken bereits seit Jahren hunderttausende Besucher*innen im Sommer nach Wilhelmshaven – und zwar zum Wochenende an der Jade. Bereits seit 1950 veranstaltete die Stadt Wilhelmshaven jährlich das Stadt- und Hafenfest. Zuletzt fand die beliebte Veranstaltung 2018 unter dem Motto „Ahoi Wilhelmshaven“ statt. 2019 wurde der Stadtgeburtstag ohne „Wochenenden an der Jade“ dafür mit dem Tag der Niedersachsen gefeiert. Und in diesem Jahr kam dem Volksfest die Corona-Pandemie in die Quere. Doch im kommenden Jahr soll es wieder Live-Musik auf Open-Air Bühnen, Fahrgeschäfte, Flohmarkt und das volle Programm geben, so die Projektleiterin des WADJ, Heike Gorath:

Dann könnte wieder mit rund 300.000 Besucher*innen gerechnet werden. Und Alt und Jung wird dann auch thematisch wieder einiges von der Wilhelmshaven Touristik und Freizeit, der Marine und dem Marinearsenal geboten werden. Der einzige Unterschied zu den letzten Jahren soll dann allerdings der Termin sein. Das Fest wird nicht wie gewohnt am ersten Juli-Wochenende, sondern vom 19. Bis 22. August stattfinden. Dadurch soll die Chance erhöht werden, ein unbeschwertes Fest feiern zu können und nicht durch die Corona-Pandemie eingeschränkt zu werden. Zur Sicherheit wird aber auch ein Hygienekonzept erarbeitet, so Gorath:

Um für genügend Platz zu sorgen, sind jetzt unter anderem der Valoisplatz oder auch die Fläche rund um die Christus- und Garnisonkirche im Gespräch. Doch Besucher*innen erwartet an neuen Standorten ein altbewährtes Programm und ein großes Fest. Und das hoffentlich nach der Pandemie, sagt Heike Gorath:

Denn da soll das 45. Wochenende an der Jade vom 19. Bis zum 22. August stattfinden.

Foto: André Glatzel

Pilotmissionen zum Meeresschutz gestartet

Dass Fische bei uns vor der Haustür in der Nordsee leben und auch gefischt werden, ist eigentlich jedem klar. Weniger bekannt ist, in welchem Ausmaß gefischt wird. Seit1950 stiegen die Fangmengen von knapp 17 auf etwa 80 Millionen Tonnen pro Jahr in Nord- und Ostsee. Zeitglich stieg damit auch der Anteil der überfischten und ausgestorbenen Fischarten. Deswegen hat die Deutsche Allianz Meeresforschung bereits seit März dieses Jahres zwei Pilotmissionen für Nord- und Ostsee ins Leben gerufen. Dabei soll untersucht werden, welche Auswirkungen der Ausschluss der Fischerei mit Grundschleppnetzen in Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee hat. Bei dieser Form der Fischerei ziehen Fischkutter riesige und beschwerte Netze am Boden des Meeres entlang und pflügen zeitglich den Meeresbodens um. Die Missionen sollen die Folgen untersuchen, hat der Projektleiter der Pilotmission in der Ostsee Klaus Jürgens bei der digitalen Vorstellung gesagt:

Denn je nach Fanggebiet und -methode können Lebensräume wie Sandbänke, Riffe, Muschelbänke oder Sandkorallen unterschiedlich stark geschädigt werden. Daher soll die Fischerei mit Grundschleppnetzen zumindest in Teilen der deutschen und europäischen Meeresschutzgebiete in den kommenden Jahren ausgeschlossen werden. Doch für diese Entscheidung müssen die Ergebnisse abgewartet werden, so die Abteilungsleiterin für Meeresnaturschutz des Bundesamt für Naturschutz, Britta Knefelkamp:

Wenn bodennah lebende Fische wie Scholle, Dorsch oder Garnelen gefangen werden, geraten den Meeresboden und die Lebensräume der Meeresbewohner aus dem Gleichgewicht. Dabei brauchen gerade die kleinen Fischarten einen Rückzugsort, um für die Fischerei von Nutzen zu sein, sagt die Projektleiterin der Pilotenmission in der Nordsee Karen Wiltshire:

Denn bislang sind die Einflüsse auf Meeresschutzgebiete kaum untersucht und die Ergebnisse bieten eine wichtige Grundlage für die Ausrichtung der Schutzgebiete in Nord- und Ostsee. Die Pilotmissionen zum Schutz von Nord- und Ostsee laufen noch rund drei Jahre. Bis Ergebnisse vorgestellt werden können, dauert es also noch ein bisschen.

Foto: Vera Preiss

erlaubt

Friesland könnte Ersthelfer-App bekommen

Es gibt Situationen, da muss es einfach schnell gehen. Grade bei gesundheitlichen Notfällen – beispielsweise einem Herzinfarkt – kann die Hilfe gar nicht früh genug kommen. Darum möchte der Landkreis Friesland ein Alarmierungssystem für Ersthelfer*innen ins Leben rufen. Und zwar in Form einer App für Smartphones. Dafür hat sich gestern der Ausschuss für Bauen, Feuerschutz und Mobilität des Landkreises ausgesprochen. Damit soll natürlich nicht das bisherige Rettungssystem ersetzt, sondern ergänzt werden. Darüber hat der Kollege Sam Bühren mit der Pressesprecherin des Landkreises, Nicola Karmires, gesprochen:

Vielleicht schon ab Ende nächsten Jahres sollen mögliche Ersthelfer*innen im Kreis Friesland per App über Notfälle in ihrer Nähe informiert werden. Damit soll die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes effektiver überbrückt werden. Denn im Notfall zählt jede Sekunde.

Quelle: pixabay.de

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