ERLAUBT

Tag der Friedhofs

Es gibt viele verschiedene Tage, um auf viele verschiedene Themen aufmerksam zu machen – zum Beispiel den Tag des offenen Denkmals, den Tag des Waldes, den Tag des Respekts und den Tag des Friedhofs. Der hat gestern (20.9.) stattgefunden und  stand in diesem Jahr im Zeichen des immateriellen Kulturerbes Friedhofskultur. Dazu gab es die bundesweite Aktion „Friedhöfe auszeichnen“, an der sich auch die Stadt Wilhelmshaven beteiligt. Oberbürgermeister Carsten Feist zur Bedeutung der Auszeichnung:

In über 100 Städten wurden jetzt die wichtigsten Friedhöfe mit Schildern als Kulturräume des immateriellen Erbes Friedhofskultur gekennzeichnet. Damit würdigt die Bundesrepublik den identitätsstiftenden, lebendigen und vielschichtigen Wert der Friedhofskultur für unsere Gesellschaft. Klimaschutz, Integration und Völkerverständigung stehen dabei ebenfalls im Fokus. Die Friedhofsverwalterin Martina Hartmann weiß, was die Friedhöfe in Wilhelmshaven besonders macht:

Die Stadt Wilhelmshaven beteiligt sich mit drei Friedhöfen, mit den Anlagen in der Friedenstraße, Aldenburg und dem Ehrenfriedhof am immateriellen Erbe Friedhofskultur in Deutschland.

Foto: Christoph Deuschle (Radio Jade)

Museumsführer im Marinemuseum vorgestellt

Die Marine hautnah erleben, das geht im Marinemuseum Wilhelmshaven. Schon von Weitem laden die Marineschiffe zur Besichtigung ein. An Board des Minenjagdbootes „Weilheim“ kann das Leben und die Arbeit der Besatzung erlebt werden. Das Minenjagdboot wurde zum Bergen unzähliger Seeminen nach den zwei Weltkriegen verwendet. Nach über 35-Jahren im Einsatz fand das Schiff seinen letzten Ankerplatz im Marinemuseum. Dabei ist das Minenjagdboot nur eines von vielen Ausstellungsstücken. Sammlungsleiterin Nina Nustede weiß worum es in der Ausstellung geht:

Und genau dieser Katalog wurde nun in englischer Sprache übersetzt. Die Ausstellung zum Museumsführer ist ebenfalls zweisprachig. Lediglich eine Handvoll Texte von Exponaten sind bislang ausschließlich auf Deutsch zu entdecken. Dabei hat sich am Aussehen des Museumsführers nichts geändert. Es wurde sich an das Design und den Inhalten des deutschen Originals gehalten. Erhältlich ist der englischsprachige Museumsführer seit drei Wochen im Shop des Marinemuseums Wilhelmshaven. Auch die wissenschaftliche Volontärin Suzanne Foxley hat an dem Museumsführer mitarbeiten können:

Trotz Corona hat es dem Marinemuseum in Wilhelmshaven nicht an Besucher*innen gemangelt.In diesem Sommer waren knapp 30 % davon nicht der deutschen Sprache bemächtigt. Doch auch das ist zukünftig mit dem englischsprachigen Museumsführer kein Problem mehr.

Erlaubt (NABU)

Schweinepest erreicht Deutschland

1978 tauchte die Afrikanische Schweinepest zum ersten Mal in Europa auf. Einen Impfstoff gegen das für Menschen nicht gefährlich, für Schweine aber meist tödliche ASP-Virus gibt es dennoch bislang nicht. Die Seuche kursiert schon länger in Polen, doch nun ist auch Deutschland betroffen. In Brandenburg ist die Krankheit bei einem Wildschweinkadaver nachgewiesen worden. Norbert Heising, der Verbandsgeschäftsführer des Veterinäramtes JadeWeser sagt, dass die Region dafür gut aufgestellt ist:

Die Viren sind allerdings extrem widerstandsfähig, sie können über Jahre überleben und ansteckend bleiben, in gefrorenem Fleisch sogar bis zu 1000 Tage. Das Virus kann an Fahrzeugen, Kleidung oder Schuhen haften. Sogar durch Jagdtrophäen aus betroffenen Gebieten kann die Pest sich verbreiten. Das macht die Eindämmung so schwierig. Norbert Heising betont dabei, dass die Schweinepest für Menschen ungefährlich ist:

Deswegen ist die Bekämpfung der  Seuche in der Schweinepestverordnung festgelegt. Um eine Verbreitung zu vermeiden, sollten Fleisch und Wurstwaren nicht offen, sondern nur in geschlossenen Behältern entsorgt werden. Außerdem sollten Speiseabfälle nicht  an Schweine verfüttert werden. Weitere Informationen zur Afrikanischen Schweinepest finden sie auf der Homepage des Veterinäramtes JadeWeser.

Foto: Christoph Bosch

Neue Plattform für Soldat*innen

Oft wissen Soldat*innen nicht, wie es für sie nach der regulären Dienstzeit weitergehen soll. Dabei leben rund 9.000 Soldaten und zivil Beschäftigte allein am Standort Wilhelmshaven von der Bundeswehr. Deshalb hat jetzt die JadeBay in Kooperation mit dem Marinestützpunkt Wilhelmshaven eine Plattform zur Lösung des Problems entwickelt. Der Mitarbeiter der JadeBay, Olaf Goldbaum war bei der Entwicklung der Website dabei:

Nachdem die Anforderungen umgesetzt wurden, ging die Website am vergangenen Freitag (11.09)  online. Doch die Website soll kontinuierlich weiterentwickelt werden. Soldat*innen, die ihren Dienst antreten oder am Ende der Dienstzeit stehen, können sich damit über Freizeit- oder Jobangebote in der Region informieren. Es werden Arbeitgeberangebote und Firmenprofile gelistet. Zukünftig sollen weitere Unternehmensprofile aufgenommen werden und auch die Marine soll weitere Inhalte für die Seite liefern. Ralf Kuchler, der Kommandeur der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven, hatte während seiner Mitarbeit  konkrete Absichten:

Die Einstellungen wurden direkt auf die Region angepasst. So finden Besucher*innen der Jobbörse ihre Treffer in einem direkten Umkreis von 25 Kilometern, um die Attraktivität der Region zu betonen. Falls Sie jetzt neugierig geworden sind, finden Sie weitere Informationen auf www.jade-base.de.

Foto:JadeBay

BI übergibt Unterschriften

Ein prall gefüllter grüner Hefter und zwei dicke schwarze Ordner wechselten am Dienstag (08.09.) vor dem Rathaus in Hohenkirchen den Besitzer. Die Bürgerinitiative Hooksiel überreichte die Unterschriftenlisten für die Bürgerbegehren zum Erhalt des Hallenwellenbades und des Gästehauses. Dabei nahm der Bürgermeister der Gemeinde Wangerland, Björn Mühlena etwa 1700 Unterschriften Wahlberechtigter entgegen. Die Bürgerinitiative hätte eigentlich nur 815 benötigt. Björn Mühlena sieht die hohe Beteiligung als gutes Zeichen:

Bereits im August hatte der Rat der Gemeinde Wangerland einstimmig beschlossen, dass das Hallenwellenbad erhalten bleibt. Dadurch wurde ein Bürgerentscheid abgewendet. Die Wangerland Touristik wird demnach angewiesen, den Betrieb des Hallenwellenbades einschließlich des Saales und der Gastronomie weiterhin zu gewährleisten. Außerdem soll die Attraktivität des Bades mit Hilfe von Fachplaner*innen gesteigert werden. Das Gästehaus bleibt weiterhin Streitthema. Dietrich Gabbey von der Bürgerinitiative weiß, wie es nach der Unterschriftenübergabe weitergeht:

Die Bürgerinitiative sieht dem Bürgerbescheid positiv entgegen. Auf weiteren Unterstützerlisten haben knapp 4.000 unterschrieben, die nicht aus dem Wangerland stammen – und damit auch nicht im Bürgerentscheid abstimmen dürften. Mit der Übergabe ist nun eine dreimonatige Frist für den Bürgerentscheid gestartet.

Foto: Sam Bühren

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