ERLAUBT, telefonische gehnehmigung an markus durch kamires

Planung für Friesland-Hotel nach hinten verschoben

[Wilhelmshaven] Die Planung des Friesland-Hotels in Wilhelmshaven verzögert sich. Das Hotel, das in den Alten Minenlagerhäusern der Marine
entstehen soll, ist ein Projekt der Heimathafen-Hotel-Gruppe und sollte
eigentlich dieses Jahr in den Bau gehen. Der Geschäftsführer der
Gruppe Jens Sroka betont, dass die Planung nicht primär wegen der
Corona-Krise, sondern wegen fehlender Genehmigungen pausiert
wurde. Allerdings könne der finanzielle Schaden durch die Corona-
Pandemie durchaus einen Einfluss darauf haben, ob das Projekt am
Ende wie geplant realisiert wird, so Sroka.


Dennoch sei man auf der Suche nach Partnern, um Alternativen bei
der Finanzierung des Projekts zu finden.

Arbeitsmarktzahlen für März 2020

[Wilhelmshaven/ Friesland] Das Coronavirus geht auch am Arbeitsmarkt nicht spurenlos vorbei. Heute (31.03.) hat die Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven die Zahlen vorgelegt, und auch wenn die Quote ein bisschen zurückgegangen ist, zeigt der März bereits Signale für eine Eintrübung der Beschäftigungszahlen. Die Entwicklungen im März sehen auf dem Papier zunächst mal gar nicht so schlecht aus. 4 Prozent Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Februar und auch die Arbeitslosenquote ist um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Während die Stadt Wilhelmshaven mit einem Minus an Arbeitslosen von nur 0,5 Prozentpunkten deutlich unter dem Schnitt der Agenturdaten liegt, bewegt sich der Landkreis Friesland mit einem Rückgang von über 11 Prozent deutlich darüber. Allerdings würden die Statistikdaten für den Monat März das aktuelle Arbeitsmarkt-Geschehen der Corona-Krise noch nicht abbilden, erklärt der Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhemshaven Doktor Thorsten Müller. Dies läge vor allem daran, dass die Daten am 12. März erhoben wurden und so nicht aussagekräftig für die drastischeren Entwicklungen aufgrund der Corona-Pandemie seien. So seien bereits erste Anzeichen für eine schwächere Entwicklung des Arbeitsmarktes in der kommenden Zeit zu erkennen, meint Müller. Denn die Zahl der Arbeitslosen, die eine neue Stelle gefunden haben liegt rund 7 Prozent niedriger als im Vorjahr. Und auch die Unternehmen suggerieren weniger Bereitschaft, neue Arbeitnehmer aufzunehmen: mit 1629 wurden 275 weniger neue Stellen offen gemeldet als im Vormonat – im Vergleich zum März 2019 sogar 435 weniger. Die Anzahl der freien Ausbildungsstellen ist im Vergleich ebenfalls zurückgegangen, allerdings sind immer noch 3000 Stellen zu besetzen. Agenturchef Müller rät jungen Menschen deshalb dazu, die Onlineangebote der Arbeitsagentur zu nutzen und sich in dieser Zeit von zuhause aus auf die Suche nach einem Lehrbetrieb zu machen.

Friesen gegen Corona

Die Wirtschaft leidet unter den Folgen der Corona-Krise, und besonders kleine Unternehmen ohne große finanzielle Polster können in diesen Zeiten Probleme bekommen. Da gebietet es nicht nur der Wunsch nach einer Aufrechterhaltung der hiesigen Geschäftslandschaft, sondern auch ganz einfach die Solidarität mit gefährdeten Unternehmen, sich für die Läden von nebenan einzusetzen.
„Support your local dealer“ – ein Kredo des Mittelstandes; und in diesen Zeiten ist der Spruch wohl aktueller und notwendiger denn je. Aber wie stelle ich das an, jetzt wo mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken so gut wie alle Läden dicht sind. Genau mit diesem Problem beschäftigen sich an vielen Orten in Niedersachsen Initiativen – so auch bei uns in der Region. Die Website „Friesen gegen Corona“ Listet alle Unternehmen, die derzeit noch Dienstleistungen anbieten, wie etwa Gärtnereien mit Lieferdiensten für Pflanzen und Gartenprodukte oder Friseursalons, die Haarpflegemittel bringen. Die Initiative wurde von der Agentur veomeo ins Leben gerufen. Und dass relativ schnell: Zwischen der Idee und der Umsetzung habe nur eine Nachtschicht gelegen, so Geschäftsführer Alexander Drost. Dabei sei das Projekt völlig ohne Zutun der Politik an den Start gegangen – und bekam im Nachhinein von Jan Edo Albers, seines Zeichens Bürgermeister der Stadt Jever, sogar Dank für die wertvolle Initiative ausgesprochen.
Auf der Seite „www.friesen-gegen-corona.de“ finden Sie alle Informationen und neben der Listung der Geschäfte auch einen Feedback-Bogen für alle Nutzer. Bis jetzt haben sich 153 Unternehmen der Initiative angeschlossen, durchschnittlich1.350 Mal am Tag wird die Seite geklickt. So rücken inmitten dieser Krise die Bürger und die Geschäftsleute von nebenan wieder näher zusammen – natürlich nur im übertragenen Sinne.

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