Kandidat*innen für Jugendparlamentswahlen vorgestellt

[Jever] Im Vorfeld der im September anstehenden Wahl des Jugendparlaments Friesland hat der Kreis nun die insgesamt acht Kandidat*innen zur Wahl vorgestellt. Es handelt sich dabei um 13- bis 20-Jährige aus Schortens, Bockhorn, Jever, Wangerooge, Varel und Sande. Für die Wahl konnten sich Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren mit Wohnsitz in Friesland bewerben, der Wahlausschuss hat die Bewerbungen der jetzigen acht Kandidat*innen Ende Juli geprüft und bestätigt. Die Wahl zum Jugendparlament Friesland erfolgt in diesem Jahr zwischen dem 6. und 27. September. Wahlberechtigte Friesländer*innen erhalten bis zum 17. August ihre Wahlbenachrichtigungskarten.

Foto: Annika Kaehler/ Radio Jade

Niedersachsen unterstützt bei Waldbrandeinsätzen in Sachsen und Berlin

[Hannover/Berlin/Dresden] Niedersächsische Einsatzkräfte unterstützen aktuell die Bekämpfung von Waldbränden in der Sächsischen Schweiz und in Berlin. Das teilte das niedersächsische Innenministerium nun mit. Rund 90 Kräfte befänden sich derzeit im Einsatz, bis einschließlich Sonntag (14.08.) beteiligen sie sich an der Vegetationsbrandbekämpfung, der Wasserförderung und Nachlöscharbeiten. In der Sächsischen Schweiz gibt es seit einigen Wochen Waldbrände, in Berlin hat sich zuletzt auf dem Sprengplatz in Grunewald ein Brand entfacht. Die entsprechenden Hilfeersuchen aus Sachsen und Berlin gingen in dieser Woche (08./09.08.) auch in Niedersachsen ein. In Niedersachsen selbst ist die Brandgefahr ebenfalls auf hohem Niveau. Der Graslandfeuerindex liegt bei Stufe 4 von 5, die Waldbrandgefahr wird in fast allen Landkreisen mit Stufe 3 und 4, bei steigender Tendenz, eingestuft.

ERLAUBT

Musikfest Bremen wieder mit Gastspielen in Friesland

Das kulturelle Leben musste in der Corona-Pandemie für lange Zeit ruhen: zu unwägbar waren die Gefahren, die von Zusammenkünften vieler Menschen ausgingen. Und so lag auch die Zusammenarbeit des Landkreises Friesland mit dem Musikfest Bremen, die es seit 2015 gibt, länger auf Eis. Dieses Jahr ist es aber wieder soweit: sowohl das Musikfest findet wieder statt, als auch Gastspiele in Friesland. An gleich vier Orten im Landkreis wird es musikalische Darbietungen geben. Ein wichtiger Neustart, so Landrat Sven Ambrosy.

Der Landkreis habe stets versucht, zu retten, was zu retten war. So habe es etwa keine Mittelkürzungen im kulturellen Bereich gegeben. Außerdem habe es mit dem Modellprojekt, in dem mit dem Watt En Schlick Fest 2021 ein Festival unter besonderer Beobachtung wieder stattfinden konnte, einen wichtigen Beitrag in Friesland zur Wiederbelebung des kulturellen Lebens gegeben. Mit den Gastspielen des Musikfests Bremen kehrt nun ein weiterer kultureller Eckpunkt zurück. Die Zusammenarbeit zwischen Fest, Landkreis und den unterstützenden Barthel- und Nordmetall-Stiftungen funktioniere immer noch, freut sich Intendant Prof. Thomas Albert.

Das Angebot, dass auf diesen Schultern ruht, ist dabei breit gefächert: In Jever wird die Atelier-Reihe „Katharinas Hofmusik“ fortgeführt, in Bockhorn findet im Rahmen des Arp-Schnitger-Festivals ein Orgelkonzert statt, in Sillenstede wird geistliche Vokalmusik in hochkarätiger Besetzung dargeboten und auf Schloss Gödens gibt es ein literarisch-musikalisches Programm über die Freundschaft zwischen Johannes Brahms und dem Ehepaar Robert und Clara Schumann. Dieses Angebot, das viele Spielarten der klassischen Musik umfasst, solle dabei möglichst zugangsoffen sein, sagt Landrat Sven Ambrosy.

Und so freuen sich die Veranstalter*innen auf Besucher jedes Einkommens- und Alterssegments. Die Gastspiele des Musikfests Bremen beginnen in diesem Jahr in Friesland am 21. August mit dem einwöchigen Musikfest-Atelier „Katharinas Hofmusik IV“. Am 24. August und am 6. September folgen die weiteren Darbietungen, das Musikfest Bremen selbst läuft vom 20. August bis zum 10. September im ganzen Nordwesten. Informationen sowie das gesamte Programm gibt es unter musikfest-bremen.de.

Bildquelle: Kirchengemeinde Sillenstede

Jevers Bürgermeister zieht Halbjahrsbilanz

Die Corona-Maßnahmen sind weitestgehend gelockert und auch in Jever nimmt das Leben wieder bekannte Formen an: das Altstadtfest steht vor der Tür (12.08.), Tourist*innen bevölkern die historische Innenstadt der Marienstadt und Bauprojekte wollen bearbeitet werden. Daneben gibt es aber weiter große Herausforderungen, auch in Jever. Die Ankunft von Menschen aus der Ukraine, die vor dem russischen Angriffskrieg flüchten, die Unwägbarkeiten in der Energieversorgung, die Umsetzung des Förderprogramms für Innenstädte und dazu auch noch die personelle Umstrukturierung in der Verwaltung müssen bewältigt werden. Für letzteres ist Bürgermeister Jan Edo Albers aber zuversichtlich, das zügig die Posten besetzt werden.

Die Ausschreibungen und Bewerbungsverfahren für die frei werdenden Posten liefen aber bereits, im September könne schon feststehen, wer auch die beiden letzten Posten – jene von Kämmerer und Bauamtsleiter Dietmar Rüstmann und dem Leiter der Abteilung Innerer Service Mike Müller – im kommenden Jahr besetzt. Wie andere Kommunen im Kreis Friesland sieht sich auch Jever mit einer großen Zahl geflüchteter Ukrainer*innen konfrontiert, die Zuflucht suchen und untergebracht werden müssen. Von den 168 der Marienstadt zugeteilten Menschen sind rund 100 schon angekommen – bis jetzt laufe hier alles gut, auch dank der Jeverschen Hauseigentümer*innen, so Albers. Der Blick bleibe aber auf die Zukunft gerichtet.

Der russische Angriff auf die Ukraine hat nicht nur Menschen aus ihrer Heimat vertrieben, sondern hat auch im restlichen Europa Auswirkungen, die noch Anfang des Jahres ungeahnt waren. Das Stichwort ist hier Energie-Versorgungssicherheit. Und wie auch an anderer Stelle wird auch in Jever überlegt, wie sich die öffentliche Seite der Stadt an Sparmaßnahmen beteiligen kann.

Die anhaltende Corona-Pandemie zeigt Auswirkungen nicht nur in der Personalsituation der Stadt – zuletzt wurden aufgrund der knappen Personaldecke etwa die Öffnungszeiten des Fachbereichs Soziales für den Publikumsverkehr deutlich eingeschränkt – sondern auch in der Zuteilung von Fördermitteln. Das Programm „Perspektive Innenstadt“ erreicht auch Jever. Fünf konkrete Anträge in dieser Angelegenheit gab es aus der Marienstadt, von denen einige nun auch kurz vor der Umsetzung stehen, so Bürgermeister Albers.

Energieversorgung, Personalsituation, Unterbringung von geflüchteten Menschen, Beantragung und Umsetzung von Förderungen – das sind nur einige der Themen, die die Stadt Jever schon im ersten Halbjahr 2022 beschäftigt haben und sicher auch noch länger beschäftigen werden. Daneben stehen in kommender Zeit auch noch Grundsatzentscheidungen über die Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten aus, ebenso wie die Schaffung eines Klimaschutzkonzeptes und die Umsetzung des ökologischen Baugebietes als Blaupause für die Jeversche Zukunft.

Foto: Annika Kaehler/ Radio Jade

Albers sieht 2022 als Jahr besonderer Herausforderungen

[Jever] Das Jahr 2022 ist für die Stadt Jever ein herausforderndes, das sagte Bürgermeister Jan Edo Albers beim gestrigen (09.08.) Halbjahresgespräch im Rathaus. Die noch immer nicht durchstandene Corona-Pandemie, die Aufnahme von geflüchteten Menschen aus der Ukraine und auch personelle Umstrukturierungen in der Verwaltung seien einige der Punkte, die das erste Halbjahr bestimmt hätten. Auch die Zukunft erfordere konzentriertes und gemeinsames Handeln in der Marienstadt, so Albers.

Foto: Annika Kaehler/ Radio Jade

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