Aktionstag gegen „Catcalling“

Eigentlich sollte jedem klar sein: Menschen auf der Straße hinterherpöbeln, das geht gar nicht. Trotzdem ist das sogenannte Catcalling immer noch ein großes Problem. Um Menschen das Thema wieder ins Bewusstsein zu rufen, findet diesen Freitag nicht nur ein Aktionstag sondern auch eine(09.06)  eine Veranstaltung dazu statt. Dort wird unter anderem erklärt, in welcher Form Catcalling auftritt und was die Langzeitfolgen für Betroffene sein können. Wilhelmshavens Gleichstellungsbeauftragte Nicole Biela hat mit dem Kollegen Arian Memeti über dieses Thema gesprochen:

Foto: Bente Hoeft-Heyn/Radio Jade

Catcalling immer noch großes Problem

[Wilhelmshaven] Heute (09.06.) findet der Aktionstag gegen „Catcalling“ statt. Bundesweit haben sich bis zu fünfzig Gleichstellungsbeauftragte zusammengeschlossen, um Menschen für das Thema „Catcalling“ zu sensibilisieren. Als Catcalls werden unerwünschte und belästigende Äußerungen und Gesten bezeichnet. Immer wieder würden vor allem junge Frauen damit im Alltag belästigt, insbesondere von fremden Männern, sagt Wilhelmshavens Gleichstellungsbeauftragte Nicole Biela:

Foto: Annika Kaehler/ Radio Jade

Friesland stellt Notfallkarten gegen Häusliche Gewalt vor

Gestern wurden im Landkreis Friesland die neuen Notfallkarten gegen Häusliche Gewalt vorgestellt. Durch die neuen Karten erhalten Betroffene Überblick über die regionalen Beratungsstellen, die ihre Hilfe anbieten. Mit dieser Maßnahme können mehrere Betroffene erreicht werden. Mehr dazu von Arian Memeti.

Informationen und Notfallkarten zum Thema Häusliche Gewalt, gibt es auch online über fruehehilfen@friesland.de oder auf der Webseite des Landkreises Friesland.

Foto: Arian Memeti/ Radio Jade

Notfallkarten gegen häusliche Gewalt in Friesland

[Jever] Der Landkreis Friesland hat jetzt (05.06.) die Notfallkarte gegen häusliche Gewalt vorgestellt. Die Visitenkarte soll einen Überblick über Notrufnummern und regionale Beratungsstellen geben. Seit 2019 existieren die Notfallkarten und bieten Bürger*innen auf verschiedenen Sprachen die Möglichkeit, bei häuslicher Gewalt Kontakt zu Hilfestellen aufzunehmen. Diverse Einrichtungen in Friesland, etwa KiTas und Schulen, haben bereits Notfallkarten erhalten. Ann-Kathrin Cramer, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Friesland, möchte vielen Menschen mit den Notfallkarten helfen:

Foto: Arian Memeti/ Radio Jade

Wolfs-Resolution in Friesland

Die Diskussion um Wölfe in der Region ist schon länger Thema. Sie beschäftigt vor allem die Landwirtschaft und die Weidetiere. Aber auch Eltern sind längst besorgt um ihre Kinder. Deswegen haben sich nun Politiker*innen aus dem Friesländischen Kreistag für eine gemeinsame Resolution entschieden, um den Umgang mit dem Wolf zu steuern. In Jever wurde gestern (01.06) konkret besprochen, welche Maßnahmen unternommen werden sollen. Die Resolution trägt den Titel, „Beides gewährleisten: Sicherheit für Mensch und Weidetiere sowie Wolfsschutz.“ Friesland fordert darin vom Land Niedersachsen die bestehenden Möglichkeiten unverzüglich zu nutzen. Zusätzlich brauche es mehr Herdenschutz, so Sina Beckmann vom Bündnis 90/ Die Grünen:

Aber die Friesländer*innen wollen schneller sein. Für 2025 soll es seitens der EU eine Bestandaufnahme über den Erhaltungszustand der Wolfspopulationen geben. Der Landkreis fordert aber, dass das spätestens bis 2024 passieren soll. In den bisherigen Plänen geht es um Zäune, die zur Sicherheit der Weiden aufgestellt werden sollen, um die Tiere zu schützen. Axel Homfeldt, der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende in Friesland, findet allerdings, dass die bisherigen Maßnahmen nicht praxistauglich sind:

Ziel des Wolfsmanagements soll es also sein: Je nach Lage gewisse Maßnahmen zu ergreifen, um in Zukunft kurzfristig und schnell handeln zu können. Es brauche einen Weg, den Wolf nicht komplett auszurotten, sondern mit ihm leben zu können, so Beckmann:

Der erste Schritt mit einer Resolution ist deswegen nun getan. Ob und inwiefern sich die Situation verändert, zeigt dann die Zukunft. Die Resolution im Landkreis Friesland tritt jedenfalls voraussichtlich im kommenden Jahr in Kraft.

Foto: Arian Memeti/ Radio Jade

1 110 111 112 113 114 116