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Finanz- und Wirtschaftsausschuss der Stadt Wilhelmshaven tagte

[Wilhelmshaven] Es ist 1950. In der Seebeck-Werft in Bremerhaven wird der erste Tonnenleger nach dem Zweiten Weltkrieg auf einer deutschen Werft gebaut. Es handelt sich dabei um das Dampfschiff „Kapitän Meyer“. Bis 1983 ist das Schiff hauptsächlich als Versorger auf der Nordsee zwischen der Elbmündung, Helgoland und der dänischen Grenze unterwegs. Danach übernimmt schließlich die Segelkameradschaft „Klaus Störtebeker“ in Wilhelmshaven die „Kapitän Meyer“ und unterhält sie als Museumsschiff. Und seitdem ist das Schiff fester Bestandteil des Stadtbildes. Deswegen hat der Rat der Stadt Wilhelmshaven auch bereits im vergangenen Jahr entschieden, die „Kapitän Meyer“ in den künftigen Museumshafen einzuplanen. Gestern (15.02.) hat sich der Finanz- und Wirtschaftsausschuss mehrheitlich dafür ausgesprochen, das Schiff vollumfänglich zu finanzieren, sagt  Gruppensprecher der CDU/WBV Stephan Hellwig:

Neben Ausstellungen im Museumshafen soll dann auch eine Treppenanlage am Bontekai entstehen. Wilhelmshaven soll so ein neues Highlight und attraktives Tourismusziel bekommen, so Dr. Michael von Teichman, Gruppensprecher der FDP und Freien Wähler:

Aktuell soll aber zunächst über ein virtuelles Projekt entschieden werden – eine digitale Hafenrundfahrt. Wie diese genau aussehen und umgesetzt werden soll, darüber wird sich die Stadt noch beraten. Klar ist aber, umsonst wird das Ganze nicht sein. Das sagt von Teichman:

Noch unklar ist, wie hoch die Folgekosten für die Museumschiffe sein werden. Zwar ist hier bislang mit etwa 150.000 Euro jährlich zu rechnen, doch durch das Alter der Bausubstanzen und mögliche Mehrkosten in der Gestaltung des Museumshafens, ist dieser Betrag noch nicht endgültig. Die CDU/WBV-Gruppe hat sich deswegen zuvor immer gegen das Projekt „Museumshafen“ ausgesprochen, sagt ihr Gruppensprecher, Stephan Hellwig:

Außerdem steht  morgen (17.2.) die Finanzierung und die Einrichtung einer virtuellen Hafenrundfahrt auf dem Oberdeck der „Kapitän Meyer“ auf der Tagesordnung des Rates der Stadt Wilhelmshaven. Über die Beschlüsse halten wir Sie auf dem Laufenden.

Foto: Björn Lübbe

Veterinäramt JadeWeser blickt auf 2020 zurück

[Schortens] Auf dem Land leben mehr Kühe als Menschen – dieses Klischee ist weit verbreitet. Dabei sind es doch hier bei uns in der Küstenregion JadeWeser eigentlich nur 0,81 Rinder pro Mensch. Zugegeben, das sind trotzdem ziemlich viele und im Landkreis Wittmund und in der Wesermarsch leben sogar tatsächlich deutlich mehr Rinder als Menschen. Insgesamt sanken in unserer Region aber im vergangenen Jahr die Zahlen der gewerblichen Halter*Innen und auch die, der Schlachtungen von Rindern. Das berichtet der Zweckverband Veterinäramt JadeWeser in seinem Jahresrückblick am vergangenen Dienstag (09.02.). Der Verbandsgeschäftsführer Dr. Norbert Heising erklärt, warum das so ist:

Insgesamt sind die Zahlen aller Viehhaltungsbereiche zurückgegangen oder gleichgeblieben. Bis auf die, der Geflügelhaltung. Als Folge der derzeitigen Einschränkungen kamen hier nämlich viele private Tierhalter*Innen hinzu. Im vergangenen Jahr wurden so über 1,4 Millionen Stück Geflügel zur Fleischgewinnung abgegeben, das sind etwa 300.000 Tausend mehr, als noch im Vorjahr. Bei den Schweinehaltungen hingegen gibt es nur noch wenige größere Betriebe. Mitverantwortlich ist auch hier die Corona-Pandemie. Seit dem vergangenen Jahr bahnt sich aber noch eine ganz andere Seuche an und stellt eine besonders große Herausforderung für Schweinehalter*Innen und das Veterinäramt JadeWeser dar, sagt Dr. Melanie Schweizer:

Das stellt eine große Bedrohung für den Handel und die Betriebe dar, weil für die meisten Exporte des Schweinefleisches bestimmte Zertifikate notwendig sind. Diese müssen bestätigen, dass das Herkunftsland frei von bestimmten Krankheiten und Tierseuchen ist. In Deutschland darf das Schweinefleisch zwar weiterhin in den Handel, wenn Betriebe nicht explizit von Afrikanischer Schweinepest befallen sind, aber auch die Exportmöglichkeit ist zwingend notwendig, weil längst nicht alle Teile des Tieres hier gegessen werden, sagt Melanie Schweizer:

Ein weiteres Arbeitsfeld des Veterinäramtes sind außerdem die sogenannten Einfuhrkontrollen. An der Grenzkontrollstelle des Veterinäramtes am JadeWeserPort werden beim Ein- und Ausgehenden bestimmte Container geprüft: 

Insgesamt wurden so im Jahr 2020 nur 1.062 Einfuhrsendungen abgefertigt und 687 Container bei der Verschiffung überprüft. Aufgrund der Erweiterungen an Seehafenterminals wuchs dafür aber der Arbeitszweig des Veterinäramtes bei den Exportzertifikaten. Insgesamt blickt der Zweckverband deswegen optimistisch in das neue Jahr. Trotz der Herausforderungen, der Corona-Pandemie und Tierseuchen, sei das Vorjahr insgesamt positiv zu bewerten.

Virus

Corona-Update des Landkreises Friesland

[Friesland] Es ist ein guter Start in die Woche! Warum, fragen Sie sich? Weil endlich wieder Impfstoff da ist! Schon in der vergangenen Woche konnten einige mobilen Impfteams weitere Impfungen in Pflegeheimen durchführen. Im Landkreis Friesland heißt das konkret, dass seit Ende letzter Woche bereits in 18 Pflegeheimen die Zweitimpfung für das Personal und auch die Bewohner*Innen durchgeführt wurde. Sie sollten jetzt also den vollen Impfschutz haben. Außerdem konnten sogar endlich einige Impfzentren im Sendegebiet ihren Betrieb aufnehmen. Und heute (15.02.) folgt hier auch der Landkreis Friesland, sagt der Verwaltungsleiter des Impfzentrums in Roffhausen Uwe Nitsche:

Alles, was an Impfstoff da ist, soll auch verimpft werden. Dafür versuchen die Mitarbeiter*Innen des Impfzentrums und der mobilen Teams, auch den letzten Tropfen aus den Impfdosen rauszuholen. Bis zu sieben Injektionen können so zum Beispiel aus den Impfstoff-Ampullen der Hersteller BioNTech und Pfizer gezogen werden. Dafür hat am vergangenen Freitag (12.02.) auch das niedersächsische Gesundheitsministerium sein „Go“ gegeben. Und Uwe Nitsche sieht der Arbeit im Impfzentrum in Roffhausen nicht nur deswegen besonders positiv entgegen:

Durch die zunehmenden positiven Corona-Mutationsfälle – auch in Niedersachsen – wird eine flächendeckende Impfung immer wichtiger. Doch auch wenn es hier nun langsam vorangeht und regelmäßiger Impfstoffnachschub angekündigt ist, bleiben uns die Hygiene-Maßnahmen und auch die geltenden Einschränkungen vorerst erhalten. Dazu Frieslands Landrat Sven Ambrosy:

Damit unser aller Leben aber etwas Normalität zurückbekommen kann, sind Corona-Testungen – zumindest kurzfristig – eine gute Alternative. In Wilhelmshaven gibt es dafür mit dem Projekt „WHV testet“ bereits die Möglichkeit für Menschen auf Nummer Sicher zu gehen und sich vor einem Besuch bei Familienmitgliedern oder für die eigene Gewissheit testen zu lassen. Und als Reaktion auf die große Nachfrage aus der Bevölkerung, werden in dieser Woche nun auch zwei eigenwirtschaftliche Testzentren in Friesland an den Start gehen. Wo genau diese sein werden und wie Termine für die Corona-Tests gemacht werden können, das wird im Laufe der Woche bekanntgegeben. Wir hier bei Radio Jade halten Sie aber natürlich auf dem Laufenden!

Bild: Pixabay

Unterschriftenübergabe Bürgerbegehren Stadthalle

Initiator*Innen des Bürgerbegehrens reichen Unterschriften gegen den Bau einer neuen Stadthalle am Banter See ein

[Wilhelmshaven] Bereits seit 2008 wird darüber diskutiert das Gelände des Banter-See-Parks für den Neubau einer Stadthalle in Betracht zu ziehen. Einige finden den Standort gut, da der Banter See ein besonders schöner, zentral-gelegener Punkt in Wilhelmshaven ist, der auch gut an umliegende Übernachtungsmöglichkeiten angebunden ist. Andere finden, dass eine Stadthalle am Banter See im Widerspruch zur dortigen Natur, zum Naherholungsgebiet oder auch zum Trilateralen-Weltnaturerbe-Wattenmeer-Partnerschaftszentrum stehen würde. Und aus genau diesen Gründen hat sich im vergangenen Juli deswegen auch die Bürgerinitiative, gegen die Bebauung des Banter Sees für eine neue Stadthalle, gegründet. Eine, der Initiator*Innen, Evelyn Kliebert, erklärt, welche weiteren, konkreten Einwände die Bürgerinitiative gegen das Gelände am Banter See als möglichen Standort hat:

Und diese Meinung teilen auch viele andere Menschen. Das zeigt sich vor allem durch die Beteiligung an der Unterschriftenaktion der Initiator*innen des Bürgerbegehrens die gestern abgeschlossen wurde, sagt Evelyn Kliebert:

Das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz fordert für ein bindendes Ergebnis der Unterschriftensammlung mindestens diese 6.383 gültigen Unterschriften. Und durch den ehrenamtlichen Einsatz und Spenden vieler Befürworter*Innen gegen eine Stadthalle am Banter See, konnten diese, trotz Corona-Bedingungen weit übertroffen werden, sagt Initiator Martin Burkhart:

Am Donnerstag (11.2.) haben die Initiator*innen des Bürgerbegehrens gegen den Bau einer Stadthalle am Banter See über 9.000 Unterschriften beim Wahlamt in Wilhelmshaven abgegeben. Das endgültige Ergebnis der Unterschriftensammlung wird vermutlich schon im März verkündet werden können, sagt Matthias Hollmann, Leiter des Wahlamtes in Wilhelmshaven.

Impfungen auf Wangerooge laufen auf Hochtouren

[Wangerooge] Die Impfungen auf Wangerooge haben heute (12.02.) begonnen. Henning Fründt, Leiter des Impfzentrums in Roffhausen, ist heute gemeinsam mit mobilen Impfteams auf die Insel geflogen, um dort die ersten 102 Personen der ersten Kategorie gegen das Corona-Virus zu impfen. Bis zum Abend sollen alle Impfberechtigten mit Termin in der neuen Wangerooger Sporthalle und bei drei Außenterminen geimpft sein. Die Impfbereitschaft auf der Insel liegt derzeit bei etwa 90%. Frieslands Landrat Sven Ambrosy blickt dem Impfgeschehen auf Wangerooge deswegen positiv entgegen:

Am Montag (15.02.) kann außerdem auch der Betrieb in Frieslands Impfzentrum in Roffhausen beginnen.

Foto: Landkreis Friesland

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