Die Gattersäge Upjever

Für die Vorstellung unseres zweiten Türchens schauen wir heute in den Upjever Forst. Dort gibt es nämlich nicht nur erholsame Waldspaziergänge, spannende Natur oder stärkende Pausenoptionen bei Speis- und Trank, sondern auch ein Stück weit Geschichte. Hinter einem großen Holztor zu einem rund 40 Meter langen Schuppen verbirgt sich eine Rarität. Die Gattersäge des gleichnamigen Vereins. Meine Kollegin Annika Kaehler hat sich die in Aktion angeschaut und sich erklären lassen, was der Verein am Waldrand damit so macht:

Mehr Informationen über die Arbeit der Gattersäge können Sie direkt vor Ort bei den freiwilligen Sägemüller*innen erfragen. Immer am zweiten und vierten Wochenende sind Sie vor Ort und sägen, was das Zeug hält.

Konferenz der Umweltminister*innen wird in Wilhelmshaven stattfinden

[Wilhelmshaven] Die Konferenz der Umweltminister*innen wird im kommenden Jahr erstmalig in Wilhelmshaven stattfinden. Das hat Olaf Lies von der SPD jetzt (30.11.) gegenüber Radio Jade mitgeteilt. Er ist von der neuen Bundesregierung als Vorsitzender der Umweltminister*innen sowie der Energieminister*innen benannt worden. Im kommenden Mai werden demnach die 16 Umweltminister*innen aus Deutschland in der Jadestadt zusammenkommen, um gemeinsam über den Klima- und Umweltschutz zu diskutieren. Lies blickt optimistisch auf die Arbeit der ersten Ampelregierung, bestehend aus SPD, FDP und Grünen auf Bundesebene:

Region war bei Ampelgesprächen vertreten

Zum ersten Mal in der Geschichte gibt es auf Deutscher Bundesebene eine Ampelregierung. SPD, FDP und die Grünen bilden dabei die neue Regierung und besetzen die Ministerien. Das haben sie spätestens mit der Verabschiedung des Koalitionsvertrags jetzt auch „schwarz auf weiß“ festgehalten. Und für die Aushandlung dessen war viel Durchhaltevermögen notwendig, wissen die SPD-Politiker*innen aus unserer Region Siemtje Möller und Olaf Lies. Sie haben sich nämlich an den Koalitionsverhandlungen beteiligt. Dazu Lies:

Für dieses Ressort stellt die SPD auch einen Minister oder eine Ministerin – wen genau, wird der Öffentlichkeit noch nicht verraten. Doch schon jetzt ist klar, auch die Ministerien für Innen und Heimat, Arbeit und Soziales, Bauen, wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Verteidigung wird die SPD Minister*innen stellen. Und letzteres sei besonders hier in der Region entscheidend, erklärt Lies:

Und neben all der Arbeit die auf die neue Regierung in Zukunft wartet, war auch die Aushandlung des Koalitionsvertrags nicht leicht, blickt Siemtje Möller zurück:

Denn um den Vertrag zu formulieren waren Kompromisse zwischen den drei Regierungsparteien notwendig. Und darüber musste auch gestritten werden, damit aus dem intensiven Austausch Klartext werden konnte, erklärt Olaf Lies.

Sowohl Möller als auch Lies freuen sich auf die Zusammenarbeit in der neuen Regierung. Und wie Olaf Lies im Gespräch außerdem mitgeteilt hat, kommt für ihn zusätzlich die Aufgabe als Vorsitzender der Energie- sowie Umweltminister*innen hinzu. Sie werden sich im kommenden Jahr erstmals in Wilhelmshaven treffen, um bei der Umweltminister*innenkonferenz den Klima- und Umweltschutz zu diskutieren. Und auch für Siemtje Möller stehen spannende Zeiten an, sie wird derzeit nämlich als mögliche neue Bundesverteidigungsministerin gehandelt.

Foto: Sophie Saemann/ Radio Jade

Die Accumer Mühle & ihr Mühlenverein

In unserem Radio Jade Adventskalender stellen wir jeden Tag einen Verein hier aus unserer Region vor. Und unser erstes Türchen befindet sich in einem sogenannten Gallerieholländer. Der Accumer Mühle! Die ursprünglich als Getreide- und Peldemühle gebaute Windmühle ist bekannt für ihre leckeren Backwaren und die gemütliche Mühlenscheune. Und hinter deren umfassender Bewirtschaftung und Pflege der historischen Mühle steckt der Mühlenverein der Accumer Mühle. Dessen erster Vorsitzender Hermann Pille blickt zunächst mal in die Geschichte zurück:

Für die Instandhaltung und Nutzung der „Alten Dame“, wie die Accumer Mühle liebevoll genannt wird, benötigt es einer besonderen Ausbildung. Die freiwilligen Müller im Mühlenverein haben diese abgeschlossen und kennen das Gebälk wie ihre Westentasche. Bei den angebotenen Mühlenbesichtigungen können sie daher Schulklassen oder privaten Besucher*innen jeden Winkel und Vorgang erklären und bei ausreichend Wind auch zeigen. Sei es das Mahlen von Back- und Futtermehlen oder auch Haferflocken. Generell sind die Einsatzmöglichkeiten für die Ehrenamtlichen im Mühlenverein aber vielfältig, erklärt Hermann Pille:

Eine wichtige Aufgabe in der Accumer Mühle ist dabei auch die Arbeit in der Backstube sowie die Bewirtschaftung und der Verkauf im Cafébetrieb. Alles auf ehrenamtlicher Basis. Und darauf ist der Mühlenverein auch besonders stolz, so Hermann Pille.

Das erkläre dann auch die langen Teigruhen und Vorbereitungen, so Pille. Neben der traditionellen Backkunst ist der Mühlenverein aber auch besonders stolz auf die Zeitzeugnisse, die sich überall finden lassen. Zum Beispiel in den noch immer originalen Holzbalken der Mühle.

In der „Alten Dame“ wird aber nicht nur gemahlen und geschlemmt, sondern auch geheiratet. Mittlerweile finden dort nämlich rund 75 Prozent aller Standesamtlichen Hochzeiten in der Stadt Schortens statt. Auch Hermann Pille ist so zur Accumer Mühle gekommen. Er hat hier vor ein paar Jahren geheiratet und ist seither auch der Mühle treu.

Fördergelder für die Innenstädte der Region

Gute Nachrichten für die Region. Die Städte Varel, Wilhelmshaven und Wittmund bekommen Geld. Und zwar aus dem Bundes-Förderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. Insgesamt werden dabei 250 Millionen Euro ausgeschüttet. Die gehen zwar leider nicht komplett in die Region, dennoch fällt eine gute Summe für die regionalen Innenstädte ab, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller:

Kommunen konnten sich im Sommer mit Projektvorschlägen für innovative Konzepte und Handlungsstrategien beim Bund für die Förderung bewerben. Konkret hat in Wilhelmshaven das Projekt WilhelmsUrbanFarm überzeugt, während in Wittmund zum Beispiel wirtschaftliche, planerische, städtebauliche und umweltstrategische Veränderungen und Anpassungen für eine zukunftsfähige und nachhaltige Innenstadt vorgenommen werden sollen. Und besonders das ist hier in der Region wichtig, sagt Siemtje Möller:

Mit der Zusage des Bundes würden die Städte nämlich die Möglichkeit bekommen, ihren Einzelhandel zu stärken, die Vielfalt der Innenstadt zu verbessern und sie damit attraktiv zu gestalten. Und als freudige Nebensache zur Förderung komme noch hinzu, dass die Mittel bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen, so Möller. Das hatte Noch-Finanzminister Olaf Scholz von der SPD nämlich gestern (29.11.) verkündet. 

Foto: Bente Hoeft-Heyn/Radio Jade

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